Markt Kirchzell Markt Kirchzell

Aus der Gemeinderatssitzung vom 31.07.2026

05.08.2026
Aus der Gemeinderatssitzung vom 31.07.2026

Bild Sitzungssaal

Bekanntgabe Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung

Der Gemeinderat beschloss, nach Abstimmung mit dem Elternbeirat für das warme Mittagessen im Kindergarten ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 eine Mindestanzahl von 4 Kindern/Essen pro Tag. Wird diese Mindestanzahl im Laufe eines Kindergartenjahres unterschritten, so wird das warme Mittagessen für den Rest des Kindergartenjahres an dem betroffenen Tag eingestellt. Für das Kindergartenjahr 2026/2027 wurde festgelegt, dass lediglich montags und mittwochs warmes Mittagessen angeboten wird. Den Eltern, die dienstags und donnerstags gebucht haben, ist die Möglichkeit zu geben, auf Montag und/oder Mittwoch umzubuchen.

Die Firma Kispert Bau GmbH, Limbach erhielt den Auftrag zur Durchführung der Erd-, Beton- und Mauerarbeiten für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 52.902,83 €.

Die Firma Zimmerei Schork & Hoh GbR, Amorbach erhielt den Auftrag zur Durchführung der Zimmererarbeiten für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 45.145,20 €.

Die Firma Zimmerei Schork & Hoh GbR, Amorbach erhielt den Auftrag zur Verkleidung der Gebäudetrennwand für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 14.993,98 €.

Die Firma Metallbau Kunkel, Partenstein erhielt den Auftrag für die Schlosserarbeiten/Stahltreppe für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 29.691,10 €.

Die Firma RH GmbH Metallbau, Kleinwallstadt erhielt den Auftrag für die Schlosserarbeiten/Sektionaltor für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 10.815,91 €.

Die Firma Hennig Haus GmbH, Großheubach erhielt den Auftrag für die Fenster für den Umbau/Nutzungsänderung des neuen Bauhofs Kirchzell zum Brutto-Angebotspreis i.H.v. 12.920,14 €.

Der Gemeinderat beschloss die Befahrung und Lagebestimmung von bisher nicht kartierten Kanälen. Bürgermeister Patrick Walter wurde beauftragt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

 

Windenergie

Der Gemeinderat befasste sich mit der Potenzialfläche „W82 Alte Landwehr“ in Breitenbuch. Herr Dr. Vetter von Endura Kommunal / Windkümmerer stellte die Fläche und mögliche weitere Schritte vor. Die Windkümmerer Unterfranken sind eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Sie beraten Kommunen unabhängig zu Fragen rund um Windenergie, unter anderem zu Flächenpotenzialen, Flächenpooling, Projektiererauswahl, Beteiligungsmodellen und zur Einbindung der Öffentlichkeit. Sie treten nicht selbst als Projektentwickler auf.

Das Windvorranggebiet „W82 Alte Landwehr“ umfasst rund 295 Hektar. Der überwiegende Teil der Grundstücke befindet sich in privatem Eigentum, etwa 20 Prozent der Fläche gehören der Kommune. Ziel eines sogenannten kommunalen Flächenpoolings ist es, die Eigentümerinnen und Eigentümer einzubinden, eine faire Verteilung möglicher Pachteinnahmen zu ermöglichen und der Gemeinde weiterhin Steuerungsmöglichkeiten zu sichern. Als weitere mögliche Schritte wurden ein Start des Flächenpoolings im Herbst 2026, die Gründung einer Poolgemeinschaft im Winter 2026, die Suche nach einem Projektierer im Frühjahr 2027 und anschließende Vertragsverhandlungen im Sommer 2027 vorgestellt.

Gemeinderat Alfred Schwarz fragte, was beim Flächenpooling passiere, wenn beispielsweise 10 Prozent der Eigentümer nicht zustimmen würden. Herr Dr. Vetter erklärte, dass Flächen nur genutzt werden könnten, wenn die jeweilige Zustimmung der Eigentümer vorliege. Wer nicht zustimme, könne im Umkehrschluss auch nicht an einer Beteiligung an der Pacht in der Poolingfläche teilhaben. Gemeinderat Rudi Frank fragte, ob die Vorranggebietsfläche im Trinkwasserschutzgebiet liege. Bürgermeister Patrick Walter verneinte dies und teilte mit, dass Vorranggebietsflächen, die im Trinkwasserschutzgebiet lagen, im Rahmen der vorherigen Beteiligung herausgenommen worden seien. Gemeinderat Frederic Sennert fragte, wie wahrscheinlich eine tatsächliche Realisierung solcher Projekte sei. Herr Dr. Vetter erklärte, dies sei grundsätzlich standortabhängig. In anderen Verfahren würden derzeit etwa 6 bis 10 Angebote von Projektierern eingehen. Wenn die Flächensicherung im Rahmen des Poolings in Breitenbuch erfolgreich abgeschlossen werden könne, sei der Standort aus seiner Sicht für Projektierer sehr attraktiv. Nachteilig sei lediglich der erforderliche Anschluss an das Stromnetz. Vorteilhaft sei unter anderem die gute Windhöffigkeit. Gemeinderat Rudi Frank fragte außerdem, wie lange es dauere, bis ein Windrad in Betrieb gehen könne. Herr Dr. Vetter erklärte, dass dies bei gutem Verlauf 3 bis 5 Jahre dauere. Aktuell sei eher mit einer längeren Dauer zu rechnen. Gemeinderätin Silvia Breunig teilte mit, dass sie nicht hinter dem Projekt stehe und dagegen sei.

Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Potenzialfläche „W82 Alte Landwehr“, zum kommunalen Flächenpooling sowie zu den weiteren möglichen Verfahrensschritten zur Kenntnis. Er beschloss mehrheitlich, die Potenzialfläche im Rahmen eines kommunalen Flächenpoolings zu entwickeln. Die Verwaltung wurde beauftragt, die entsprechenden Schritte einzuleiten.

 

Glasfaserausbau in den Ortsteilen

Zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet führt der Markt Kirchzell das Gigabit-Förderverfahren des Bundes nach der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 durch.

Im Vorfeld wurde ein sogenannter Branchendialog durchgeführt. Dabei wurde bei Telekommunikationsunternehmen abgefragt, ob ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau geplant ist. Für den Markt Kirchzell wurde kein solcher eigenwirtschaftlicher Ausbau gemeldet. Auch im anschließenden Markterkundungsverfahren wurden keine Planungen für einen eigenwirtschaftlichen FTTH-/FTTB-Ausbau gemeldet.

Nach fachplanerischer Prüfung gelten derzeit rund 376 Adressen als förderfähig. Für den Förderantrag wurde mit Kosten von 7.000 € pro Adresse gerechnet. Daraus ergeben sich voraussichtliche Gesamtausgaben von 2.632.000 €. Davon entfallen voraussichtlich 1.316.000 € auf Bundesmittel, 1.052.000 € auf die bayerische Kofinanzierung und 263.200 € als Eigenanteil auf den Markt Kirchzell. Die Ausgaben sollen ab dem Haushaltsjahr 2028 berücksichtigt werden.

Gemeinderat Frederic Sennert bat nachdrücklich darum, beim Glasfaserausbau für die Ortsteile dranzubleiben. Schnelles Internet sei sehr wichtig. 2.Bürgermeisterin Susanne Wörner pflichtete ihm bei. Ein Glasfaseranschluss erhöhe die Lebensqualität in den Ortsteilen. Gleichzeitig sei aber auch festzustellen, dass die Gemeinde einen Eigenanteil von rund 250.000 € tragen müsse. Gemeinderat Joachim Kunz sah dies ebenfalls so. Die Ortsteile dürften seiner Meinung nach nicht abgehängt werden.

Der Gemeinderat beschloss, einen Antrag auf Zuwendung von Bundesmitteln in vorläufiger Höhe von 1.316.000 € für den Gigabit-Ausbau der aktuell festgestellten rund 376 unterversorgten Adressen zu stellen. Außerdem wurde beschlossen, vorbehaltlich der Bewilligung des Förderantrags ein Auswahlverfahren zur Bestimmung eines Netzbetreibers für Planung, Errichtung und Betrieb eines Gigabitnetzes im Ausbaugebiet durchzuführen. Bürgermeister Patrick Walter wurde ermächtigt, notwendige Anpassungen, etwa bei Losbildung oder Änderungen der förderfähigen Adressen, vorzunehmen und den Gemeinderat hierüber zu informieren.

 

Kindertagesstätte „Abenteuerland“

Die Benutzungssatzung der Kindertagesstätte „Abenteuerland“ wurde angepasst. Hintergrund war die bisherige Regelung zur pädagogischen Kernzeit. Diese war bislang von 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr festgelegt. Die bisher praktizierte Abholzeit von 12.20 Uhr bis 12.30 Uhr passte formal nicht zu dieser Satzungsregelung, hatte sich in der Praxis aber bewährt. Nach einer Beschwerde aus der Elternschaft wurde die Abholzeit zunächst satzungskonform auf 12.30 Uhr festgesetzt. In Abstimmung mit der Kindergartenaufsicht des Landratsamtes Miltenberg wurde die Kernzeit nun auf 08.15 Uhr bis 12.15 Uhr geändert. Dadurch kann die bisherige Abholzeit wieder ermöglicht werden. Dies erleichtert insbesondere auch die gleichzeitige Abholung von Kindergarten- und Krippenkindern ohne zusätzliche Wartezeit.

Gemeinderat Rudi Frank stellte fest, dass das bisherige Konzept mit den Abholzeiten gut funktioniert habe. Er kritisierte, sich darüber zu beschweren und vermisse das Gefühl zwischen Wirklichkeit und Realität.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die 5. Änderung der Satzung über die Benutzung der Kindertageseinrichtung des Marktes Kirchzell. Neben der Änderung der Kernzeit wurden unter anderem Regelungen zum institutionellen Schutzkonzept aufgenommen. Die Änderungssatzung tritt zum 01.09.2026 in Kraft.

 

Wasser- und Abwassergebühren

Die Gebührenkalkulation für die Entwässerungs- und Wasserversorgungseinrichtung wurde fortgeschrieben. Grundlage waren die Jahresrechnung 2025 und die fortgeführte Vermögensbuchführung. Die derzeitige Abwassergebühr beträgt 3,13 €/m³. Die überschlägige Tendenz für den Kalkulationszeitraum 2025 bis 2028 liegt bei 3,38 €/m³. Die Wasserverbrauchsgebühr beträgt derzeit 4,55 €/m³. Die Tendenz für den Kalkulationszeitraum 2024 bis 2027 liegt bei 4,89 €/m³. Beide Gebührensätze können nach der aktuellen Bewertung bis zum Ende des jeweiligen Kalkulationszeitraums beibehalten werden. Auch der kalkulatorische Zinssatz wurde überprüft. Dieser soll sich an einem mehrjährigen Mittel der Kapitalmarktrenditen orientieren. Empfohlen wurde, den bisherigen Zinssatz von 2,25 Prozent beizubehalten.

Der Gemeinderat nahm die Fortschreibung der Gebührenkalkulation zur Kenntnis und beschloss einstimmig, die bisherige Abwassergebühr von 3,13 €/m³ und die Wassergebühr von 4,55 €/m³ beizubehalten. Außerdem bleibt der kalkulatorische Zinssatz bei 2,25 Prozent.

 

Sachstand zum Glasfaserausbau

Derzeit laufen Ausbauarbeiten in den Bereichen In den Streitäckern / Raiffeisenring sowie in der Forsthausenstraße. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich Ende der laufenden bzw. Anfang der folgenden Woche abgeschlossen werden.

Ab voraussichtlich Montag, 03.08.2026, soll eine Kolonne die Zuleitung im Bereich Amorbacher Straße / Hauptstraße herstellen. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich 3 bis 4 Tage. Danach folgen die Flurstraße mit einer geplanten Dauer von 1 bis 2 Wochen sowie der erste Bauabschnitt im Neubaugebiet „Am Bucher Weg“ mit Eichenstraße, Ahornstraße und Buchenstraße.

Eine zweite Kolonne soll nach Abschluss der Arbeiten im Raiffeisenring im Laufe der Woche ab 03.08.2026 mit dem Ausbau der Odenwaldstraße beginnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich 1 bis 2 Wochen. Danach folgen die Bereiche Im Sand / Im Steinig. Die Glasfasererschließung der rückwärtig an die Hauptstraße angrenzenden Anwesen Odenwaldstraße 2 bis 12 sowie 14 ist nicht über die Odenwaldstraße, sondern über die in der Hauptstraße bereits vorhandenen Speedpipes vorgesehen.

 

Kommunale Verkehrsüberwachung

Beim Kindergarten- und Schulfest am Freitag, 17.07.2026, fand eine Kontrolle des ruhenden Verkehrs durch die Kommunale Verkehrsüberwachung statt. Dabei wurden Verwarnungen ausgesprochen, weil Fahrzeuge im absoluten Halteverbot abgestellt waren. Die Halteverbote im Ortsgebiet dienen der Verkehrssicherheit. In der Schulstraße ist insbesondere wichtig, dass Feuerwehrfahrzeuge jederzeit ungehindert ausrücken können und Einsatzkräfte im Notfall in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses parken können.

Gemeinderat Frederic Sennert fand es absolut richtig, dass Strafzettel verteilt worden seien. Er wies jedoch darauf hin, dass lediglich an der Einfahrt in die Schulstraße und am Feuerwehrhaus ein Halteverbotsschild stehe. Er bat darum, zwischen den beiden Schildern noch weitere Schilder aufzustellen.

Friedhof Kirchzell

In der Woche vom 27.07.2026 bis 31.07.2026 fand auf den gemeindlichen Friedhöfen wieder die Grabmalprüfung durch die Firma Becker & Weißbach statt. Die Prüfung im vergangenen Jahr war sehr positiv verlaufen; es gab auf allen Friedhöfen nur sehr wenige Beanstandungen. Gemeinderat Joachim Kunz schlug vor, die Treppe vom neuen Friedhofsteil Kirchzell zur angrenzenden Wiese bzw. potenziellen Erweiterungsfläche mit Sandsteinen zuzumauern. Diese Treppe werde nicht benötigt.

Einfahrt in den Trischbuckelweg

Gemeinderat Rudi Frank wies darauf hin, dass die Einfahrt von der Kreisstraße MIL 7 in den Trischbuckelweg unübersichtlich sei. Der Bewuchs sollte dort zurückgeschnitten werden.

 

Seitengräben

Gemeinderat Frederic Sennert bat darum, das im letzten Jahr begonnene Ausbaggern der Seitengräben entlang der Höhenstraße in Preunschen fortzusetzen.

 

Parken am Marktplatz

3. Bürgermeisterin Monika Arnheiter kritisierte, dass am Marktplatz zwischen Brunnen und Baum geparkt werde. Dies mache die Optik des gesamten Marktplatzes kaputt. Sie fragte, ob dort ein Halteverbot ausgewiesen werden könne.

 

Staatsstraße 2311 zwischen Kirchzell und Ottorfszell

2. Bürgermeisterin Susanne Wörner nahm Bezug auf die geplante Deckensanierung der Staatsstraße 2311 zwischen Kirchzell und Ottorfszell. Sie bat darum, das Staatliche Bauamt nochmals prüfen zu lassen, ob eine Verbreiterung der letzten Kurve vor Ottorfszell möglich sei. Diese Kurve sei sehr unübersichtlich und eng. Bürgermeister Patrick Walter teilte mit, dass sowohl diese Kurve als auch andere Kurven nochmals an das Staatliche Bauamt gemeldet werden.

Kategorien: Gemeinderat Kirchzell

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.

Diese Seite verwendet Personalisierungs-Cookies. Um diese Seite betreten zu können, müssen Sie die Checkbox bei "Personalisierung" aktivieren.