Nächste Sitzung des Gemeinderates
Freitag, 30.10.2026
um 19:00 Uhr
im Sitzungssaal des Rathauses
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Markt Kirchzell
14.10.2026
Aus der Gemeinderatssitzung vom 09.10.2026
Bekanntgabe von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Sitzung
Die Firma BMT Service GmbH, 91301 Forchheim, erhielt den Auftrag zur Lieferung eines Tragkraftspritzenanhängers für die Feuerwehr Ottorfszell zum Brutto-Angebotspreis in Höhe von 35.557,20 Euro zuzüglich Heckwarnanlage / Ladeerhaltung für die Pumpe / Kiste Lagerung Motorsäge für 4.188,80 Euro.
Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“
Der Markt Kirchzell bewirtschaftet rund 1.200 ha Gemeindewald. Der Gemeinderat befasste sich in der Sitzung erneut mit einer möglichen Teilnahme am Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“, nachdem diese im Jahr 2023 noch abgelehnt worden war. Das Programm unterstützt kommunale Waldbesitzer finanziell, wenn sie ihren Wald nach bestimmten Kriterien klimaangepasst, naturnah und biodiversitätsfördernd bewirtschaften. Eine erneute fachliche und finanzielle Prüfung durch die Revierleitung zeigte, dass ein Großteil der Anforderungen bereits heute erfüllt wird oder mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden kann. Bei einer Teilnahme winkt der Gemeinde in den ersten zehn Jahren eine jährliche Förderung von 101.000 Euro. Über einen Zeitraum von 20 Jahren (inklusive der verpflichtenden Stilllegung von 5 % der Waldfläche, also 60 ha, für die natürliche Waldentwicklung) ergibt sich eine Gesamtförderung von rund 1,07 Mio. Euro. Nach Abzug der Zertifizierungskosten (ca. 17.570 Euro für zehn Jahre) und geschätzter potenzieller Mehrkosten für die Einhaltung von Rückegassenabständen (ca. 57.000 Euro) verbleibt für die Gemeinde ein voraussichtlicher positiver Nettoeffekt von rund 995.430 Euro über 20 Jahre.
Gemeinderat Frederic Sennert erkundigte sich, ob die Gemeinde auch dann zur Einhaltung der Auflagen verpflichtet sei, wenn es zukünftig keine Fördergelder mehr geben sollte. Revierleiterin Dorothea Behl bejahte dies und erklärte, dass man sich hierzu im Rahmen der Antragstellung verpflichte. Gemeinderat Joachim Kunz begrüßte das klimaangepasste Waldmanagement und betonte, dass man bei einer Gesamtfördersumme von 1 Mio. Euro zuschlagen müsse. Er gehe davon aus, dass das Geld vollständig abgerufen werden könne, und sprach sich für das Förderverfahren aus. Gemeinderat Rudi Frank wies darauf hin, dass bei der erstmaligen Entscheidung über das Förderprogramm andere, auch personelle Voraussetzungen vorgelegen hätten. Er sprach sich dafür aus, das Förderverfahren durchzuführen, und erklärte, dass seine Fraktion dafür sei. Die Dritte Bürgermeisterin Monika Arnheiter befürwortete das Förderverfahren ebenfalls und betonte, dass sie sich auf die Einschätzung der Revierleitung verlasse. Gemeinderätin Silvia Breunig nahm Bezug auf die erforderlichen größeren Rückegassenabstände und fragte, wie das motormanuelle Fällen ablaufe. Revierleiterin Dorothea Behl erläuterte hierzu, dass diesbezüglich nur Mehrkosten für den schmalen Bereich anfallen würden, der nicht vom Harvester abgedeckt werden könne. Der Gemeinderat nahm die vorsorgliche und optionserhaltende Anmeldung der Verwaltung zur Kenntnis. Er hob den ablehnenden Beschluss aus dem Jahr 2023 auf und beschloss einstimmig, dass die Gemeinde endgültig am Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ teilnimmt. Die Verwaltung wurde mit der Vorbereitung und Umsetzung beauftragt.
Änderung der Gebührensatzung für die Kindertageseinrichtung
Durch eine Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) entfällt ab dem 01.01.2027 der staatliche Beitragszuschuss in Höhe von 100,00 Euro pro Monat für die Kindergartenkinder. Ohne eine Anpassung der gemeindlichen Satzung müssten die Eltern ab Januar 2027 monatlich 100,00 Euro mehr bezahlen. Um diese abrupte Mehrbelastung zu verhindern und den Eltern Planungssicherheit zu geben, hat die Verwaltung eine Anpassung der Gebührensatzung ausgearbeitet. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Änderungssatzung mit Wirkung zum 01.01.2027, wodurch die Gebühren faktisch bis 31.08.2027 unverändert bleiben.
Neuordnung der gemeindlichen Anschlagtafeln
In Kirchzell gibt es derzeit 15 gemeindliche Anschlagtafeln. Da diese im Zeitalter von Homepage und Gemeinde-App kaum noch genutzt werden und zunehmend reparaturanfällig sind, schlug die Verwaltung vor, deren Anzahl zu reduzieren und die verbleibenden Tafeln an zentralen, gut frequentierten Orten neu zu ordnen. Gemeinderat Frank Rudolph äußerte die Meinung, dass die neue Tafel in der Ortsmitte nicht an der Marktplatzhalle, sondern an der Bushaltestelle angebracht werden sollte. Zudem plädierte er dafür, die Tafel am Raiffeisenring zu belassen, da sich dort die Bushaltestelle, die Glascontainer und ein Spielplatz befänden. Weiterhin bat er darum, künftig auch die Einladungen zu den Bürgerversammlungen an den Aushangtafeln auszuhängen. Die Dritte Bürgermeisterin Monika Arnheiter entgegnete, dass die Tafel in den Streitäckern an der Ecke zur Frühlingsstraße besser geeignet sei, da diese einen größeren Bereich abdecke. Gemeinderat Joachim Kunz stimmte Gemeinderat Frank Rudolph zu. Er gab zu bedenken, dass es bei der ursprünglichen Aufhängung der Tafeln noch kein Internet gegeben habe, wohingegen heute alles viel digitaler sei. Er sprach sich daher für eine Dezimierung der Tafeln und für die Beibehaltung des Standortes am Raiffeisenring aus.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig folgende Neuordnung und Reduzierung der Anschlagtafeln: Kasten am Rathaus - Ecke Forsthausenstraße/Flurstraße (bei Forsthausenstraße 86) - Bushaltestelle Kirche - Ecke Oberer/Unterer Geisberg - Raiffeisenring an der Bushaltestelle - Grünanlage gegenüber dem neuen Bauhof - Schule/Kita
Glasfaserausbau
Die Ausbauarbeiten im Amselweg stehen vor dem Abschluss. In dieser Woche werden noch die Straßenquerungen im Kreuzungsbereich Oberer Geisberg 25/31 und Unterer Geisberg 7/10 hergestellt; der Einbau der Deckschicht erfolgt am Montag, 12.10.2026. Ebenfalls ab dem 12.10.2026 startet der Ausbau im Oberen und Unteren Geisberg unter Ampelregelung (beginnend im Unteren Geisberg 2 bis 14). Parallel läuft die Herstellung der Hausanschlüsse. Kunden mit bestehendem Telekom-Vertrag werden von der Baufirma zwecks Terminvereinbarung kontaktiert.
Neue Zeiten für die Müllabfuhr
Das Landratsamt Miltenberg hat mitgeteilt, dass die Müllabfuhr (inklusive des gelben Sacks sowie der Sperrmüll-, Möbelholz- und Elektrogroßgeräteabfuhr) im gesamten Landkreis künftig dauerhaft bereits ab 06:00 Uhr morgens beginnen kann. Dies ermöglicht es den Entsorgungsunternehmen, kritische Bereiche vor dem Berufs- und Schulverkehr zu bedienen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Abfallbehältnisse und Wertstoffsäcke am Abfuhrtag künftig dauerhaft bis spätestens 06:00 Uhr bereitzustellen.
Betonsanierung an gemeindlichen Brücken
Die Firma ak-betonkosmetik aus Mainaschaff wurde mit der Sanierung von vier Brücken (Waldbachbrücke Watterbach, Forsthausenbrücke, Wildenburgbrücke, Brücke in Buch) beauftragt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Wochen und kosten rund 30.000 Euro. Die Ausführung soll eventuell noch in diesem Jahr erfolgen.
Einstellung der Batteriesammlung im Rathaus
Aufgrund der hohen Brand- und Explosionsgefahr durch falsch eingeworfene Akkus wurde die Altbatteriesammlung im Rathaus zum 30.09.2026 eingestellt. Batterien können im Handel zurückgegeben werden, wo eine gesetzliche Rücknahmepflicht besteht. Gemeinderat Robin Link berichtete, dass es in Großheubach am Bauhof ein Behältnis im Freien gebe, in welches nur Batterien hineinpassen würden, und regte an, dies eventuell als Option zu prüfen.
Volkstrauertag
Der Volkstrauertag findet am 15.11.2026 statt. Der Gottesdienst beginnt um 9:00 Uhr, gefolgt von der Gedenkfeier am Ehrenmal. Im Anschluss sind alle Teilnehmer zum Frühschoppen in die Gaststätte Hauptstraße 81 (ehemals „Fratelli“) eingeladen.
Geplante Vollsperrung der St 2311
Die Sanierungsarbeiten an der St 2311 zwischen dem Ortsausgang Kirchzell und Ottorfszell beginnen am 26.10.2026 und werden rund vier Wochen dauern. Es gilt eine absolute Vollsperrung. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Als Rettungsweg nach Ottorfszell wird ein Waldweg über dem Campingplatz hergerichtet. Eine inoffizielle Umleitung aus Ottorfszell über das Fuchsenloch wird es nicht geben, da der Weg zu steil für Busse ist. Busse und der allgemeine Verkehr müssen z.B. über Morschenhardt ausweichen. Im Zuge der Arbeiten wird auch ein Teil der Ortsdurchfahrt Kirchzell saniert, weshalb die Abfahrt auf die Watterbacher Straße (MIL 7) gesperrt werden muss. Die innerörtliche Umleitung verläuft über den Raiffeisenring, In den Streitäckern und die Frühlingstraße; dort wird ein beidseitiges absolutes Halteverbot eingerichtet.
Schülerübergang an der Schulstraße
Gemeinderätin Silvia Breunig bezog sich erneut auf den Schülerüberweg auf der Hauptstraße nahe der Einmündung in die Schulstraße. Sie äußerte die Ansicht, dass eine Beschilderung schwierig sei beziehungsweise nichts bringe, und schlug vor, den Übergang auf die Höhe der Anwesen Hauptstraße 67 beziehungsweise 80 zu verlegen. Gemeinderat Frank Rudolph gab zu bedenken, dass es schwierig werden dürfte, die aktuellen Markierungen zu entfernen. Gemeinderat Thomas Schäfer erkundigte sich, inwieweit die Einrichtung eines Zebrastreifens möglich sei. Bürgermeister Patrick Walter erklärte hierzu, dass ein weiterer Zebrastreifen aufgrund des aufwändigen Verfahrens und des bereits bestehenden Zebrastreifens an der Kirche nicht möglich sei. Bezüglich einer Verlegung werde man sich mit dem Staatlichen Bauamt in Verbindung setzen.
Parksituation und Verkehrsspiegel
Gemeinderätin Silvia Breunig sprach die Parksituation ab dem Anwesen Hauptstraße 41 bis zum Ortseingang an. Sie schilderte, dass es insbesondere während des Glasfaserausbaus im Feriengebiet, als dort viele Fahrzeuge parkten, sehr schwierig gewesen sei, die Ortsdurchfahrt zu passieren, da keine Ausweichstellen vorhanden gewesen seien. Gemeinderat Joachim Kunz gab zu bedenken, dass man diese Parksituation nicht gänzlich abstellen könne und man hier an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger appellieren müsse. Gemeinderat Thomas Schäfer pflichtete bei und bestätigte, dass es sich bei dem genannten Bereich um das schlimmste Stück in ganz Kirchzell handele. Bürgermeister Patrick Walter bat das Gremium, sich Gedanken über Lösungsmöglichkeiten zu machen und diese der Verwaltung mitzuteilen.
Gemeinderat Stefan Schmitt sprach die angespannte Parksituation in der Schulstraße an, da dort regelmäßig sehr viele Fahrzeuge parken, und fragte, ob man hiergegen etwas unternehmen könne. Bürgermeister Patrick Walter verneinte dies und erklärte, dass es sich um eine öffentliche Straße handele, auf der das Parken grundsätzlich zulässig sei.
Gemeinderat Stefan Schmitt erkundigte sich nach dem aktuellen Sachstand bezüglich der Verkehrsspiegel. Bürgermeister Patrick Walter teilte mit, dass diese bereits seit Längerem bestellt, jedoch noch nicht geliefert worden seien.
Kategorien: Gemeinderat Kirchzell