Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

12.03.2013

PressemitteilungAus der Gemeinderatssitzung am 08.03.2013


Aus der Gemeinderatssitzung vom 08.03.2013

 Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung am 22.02.2013

Bürgermeister Stefan Schwab gab bekannt, dass die Albert Mahr Feuerwehrbedarf GmbH, Würzburg, den Auftrag zur Lieferung der Ausrüstungsgegenstände im Rahmen der Beschaffungen für die Feuerwehr für das Jahr 2013 zum Angebotspreis von 5.212,20 € erhalten hat.

 Genehmigung der Forstbetriebspläne 2013

Revierleiter Markus Opitz stellte die Abrechnung des Forsthaushaltes für das Jahr 2012 vor, der mit einem Einschlag von 7.589 fm und einem Überschuss von 116.875 € abgeschlossen wurde. Im Einzelnen stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:

Abrechnung des Forsthaushaltes 2012:

- Gesamtergebnis: -

Planung/Ansatz

Ergebnis

Einnahmen

179.475 €

194.584 €

=    108 %

Ausgaben

75.640 €

77.709 €

=    103 %

Überschuss

103.835 €

116.875 €

=    113 %

 

 

Planung/Ansatz

Ergebnis

Holzeinschlag gesamt

7.433 fm

7.589 fm

102 %

  • in Eigenregie

0 fm

0 fm

0 %

  • von Unternehmern

7.433 fm

7.589 fm

102 %

 

 

 

 

  • Käferholz

900 fm

0 fm

---

  • Sturmholz

965 fm

0 fm

---

Jahresergebnisse 2006 - 2012

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

68.500€

89.900€

77.321€

62.400€

68.372€

89.113€

116.875€

Abwicklungen in 2012 über die Forstbetriebsgemeinschaft

Waldarbeiten/Aufarbeitung

114.380 €

Holzrücken

8.210 €

Wegeunterhaltung

19.026 €

Entrinden

0 €

Summe (brutto)

141.616 €

 Für das Jahr 2013 ist folgender Haushaltsansatz für den Forstbetrieb des Marktes Kirchzell vorgesehen:

Aufstellung des Forsthaushaltes 2013:

Fällungsplan 2013:

Gesamtholzeinschlag:

7.468 fm

 

 

              davon Kiefern

2.357 fm

 

 

                        Fichten

3.043 fm

 

 

                        Buchen

760 fm

 

 

                        Lärchen

315 fm

 

 

                        Eichen

54 fm

 

 

 

6.529 fm

verwertbares Holz

 

 

939 fm

nicht verwertbares Holz

 

 

 

 

 

Altdurchforstung

1.490 fm

 

 

Jungdurchforstung

2.503 fm

 

 

Endnutzung

1.445 fm

 

 

Jungpflege

60 fm

 

 

Kalamitäten

1.970 fm

7.468 fm

 

 

 

 

 

Profilzerspaner

1.832 fm

 

 

Stammholz

3.024 fm

 

 

Industrieholz lang

1.082 fm

 

 

Industrieholz kurz

591 fm

6.529 fm

 

 

 

 

 

Eigenregie

0 fm

 

 

Selbstwerber

6.529 fm

 

 

N.H.

939 fm

7.468 fm

 

 

 

 

 

Brennholz

1.085 Ster

 

 

 

 

 

 

Hiebsfläche gesamt

78,- ha

 

 

größte Einzelfläche

13,2 ha

V 1 0 Gickelsberg

Der Absatz des Holzes wird durch Vorverträge über die Forstbetriebsgemeinschaft Miltenberg (FBG) gesichert. Erst dann wird der jeweilige Holzeinschlag nach den Verkaufsmöglichkeiten durchgeführt.

Waldbauliche

Investitionen 2012

14.500 €

   Gesamt
   davon

 

550 €

   Bestandsbegründung

 

 

11.000 €

   Pflege ohne Ertrag und Astung

 

 

1.950 €

   Waldschutz

 

 

1.000 €

   Sonstiges

 

 

 

 

 

                   Wegebauplan 2012

22.500 €

   Gesamt
   davon

                                                                                                    

 

 

 

22.500 €

   Allgemeine Wegeunterhaltung

- Gesamtansätze 2013: -

 

Planung/Ansatz

Einnahmen

200.000 €

Ausgaben

79.540 €

Überschuss

120.460 €

 Im Anschluss an die Vorstellung des Ergebnisses des Jahres 2012 und der Planungen für das Jahr 2013 gab Revierleiter Markus Opitz einige Informationen zum aktuellen Holzmarkt. Gemeinderat Heinz Herkert (FW) merkte an, dass der Gemeinderat einen maximalen Hiebsatz von 8.800 fm als Obergrenze festgelegt habe und fragte an, ob im Hinblick auf die finanzielle Situation des Marktes Kirchzell der Einschlag nicht in dieser Größenordnung vorgenommen werden könne. Revierleiter Markus Opitz entgegnete, dass dies mit der Zielsetzung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung nicht zu vereinbaren sei. Gemeinderat Heinz Herkert fragte weiterhin nach, ob die insgesamt vorgesehene Fällmenge von 7.468 fm auch erreicht werde, wenn die befürchtete Kalamität nicht eintrete. Revierleiter Markus Opitz bestätigte, dass die für Kalamitäten eingeplante Holzmenge von 1.970 fm auch als regulärer Hieb ausgeführt werde, wenn keine Kalamität auftrete.

Der Gemeinderat genehmigte den Holzernteplan, den Forstkulturplan mit den waldbauliche Investitionen sowie den Wegebauplan für den Gemeindewald Kirchzell im Forstwirtschaftsjahr 2013 ohne Einwendungen.

Anschließend präsentierte Revierleiter Markus Opitz eine Gegenüberstellung der Kosten für die Waldbewirtschaftung mit eigenen Waldarbeitern und die Übernahme der forstlichen Arbeiten durch Unternehmen. Im Wirtschaftlichkeitsvergleich ergibt sich folgende Kostengegenüberstellung:

 

 

Waldarbeiter

Unternehmer

2009

24,45 €/fm

20,82 €/fm

2010

24,26 €/fm

22,01 €/fm

2011

Kein Vergleichswert

22,04 €/fm

2012

Tec Forst: 18,50 €/fm

Hess Interforst GmbH: 20,0 €/fm

 

 

 

Revierleiter Markus Opitz berichtete, dass ein Großteil der privaten und kommunalen Waldbesitzer inzwischen für Brennholzwerber einen Motorsägenkurs als Voraussetzung verlange. Der Markt Kirchzell wird ab dem ab dem 01.01.2015 ebenfalls einen entsprechenden Nachweis von Brennholzwerbern einfordern. Hierzu wird eine Information im Amtsblatt erfolgen, wobei auf die Möglichkeit hingewiesen wird, Kurse bei Jürgen Büchler, der Hess Interforst GmbH und der Forstbetriebsgemeinschaft Miltenberg zu belegen.

 Bestellung der 2. Bürgermeisterin Susanne Wörner und des 3. Bürgermeisters Karl Heinz Klingenmeier zu Eheschließungsstandesbeamten

Nach der Übertragung der Zuständigkeiten des Standesamtes des Marktes Kirchzell an den Standesamtsbezirk „Amorbach/Bayerischer Odenwald“ hat der Gemeinderat Bürgermeister Stefan Schwab mit Beschluss vom 14.12.2012 weiterhin zum Eheschließungsstandesbeamten des Marktes Kirchzell bestellt. Inzwischen lässt die Ausführungsverordnung zum Personenstandsgesetz auch zu, dass die weiteren Bürgermeister einer Gemeinde zu Eheschließungsstandesbeamten ernannt und damit befugt werden, Eheschließungen und Begründungen von Lebenspartnerschaften vorzunehmen. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die 2. Bürgermeisterin Susanne Wörner und den 3. Bürgermeister Karl Heinz Klingenmeier mit Wirkung vom 01.04.2013 zu weiteren Eheschließungsstandesbeamten des Marktes Kirchzell im Standesamtsbezirk „Amorbach/Bayerischer Odenwald“ zu bestellen und sie zur Vornahme von Eheschließungen sowie zur Begründung von Lebenspartnerschaften im Gemeindegebiet des Marktes Kirchzell zu ermächtigen.

 Beteiligungsbericht für die Wärmeversorgung Amorbach GmbH

Der Markt Kirchzell hat zur Information des Gemeinderates und der Öffentlichkeit jährlich einen Bericht über seine Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen. In diesem Bericht sind alle Unternehmen aufzuführen, bei denen der Markt Kirchzell mindestens über den zwanzigsten Teil der Anteile verfügt. Der Markt Kirchzell kam dieser Verpflichtung nach und hat den Beteiligungsbericht an der Wärmeversorgung Amorbach GmbH für das Jahr 2011 dem Gemeinderat vorgestellt. Eine Veränderung der Beteiligungsverhältnisse hat sich in diesem Geschäftsjahr nicht ergeben. Der Beteiligungsbericht wird nach der Information des Gemeinderates im Amtsblatt bekanntgemacht und liegt jedermann zur Einsicht im Rathaus offen.

 Sachstandsbericht zur Sanierung der Schule mit Integration des Kindergartens und der -krippe

Dipl. Ing. Erhard Eck (Büro Johann und Eck) informierte den Gemeinderat über den Stand der Arbeiten im Zuge der Sanierung der Schule mit Integration des Kindergartens und der –krippe. Er berichtete, dass die Rückbauarbeiten abgeschlossen und die Rohbauarbeiten im Gange seien. Die Kanalleitungen seien saniert und die Wasserleitungen würden vorbereitet, wobei diese im Gebäude unterhalb der abgehängten Decke verlegt würden. Derzeit würden die Fensteröffnungen beigemauert und die Erdarbeiten hinter dem Gebäude ausgeführt. Der Bauzeitenplan werde bis jetzt eingehalten. Bürgermeister Stefan Schwab wies darauf hin, dass in der Vergangenheit bei Starkregen Hangwasser in das Gebäude eingebrochen sei und daher im Hangbereich hinter der Schule neben der eigentlichen Dränage am Gebäude unbedingt eine Entwässerung oberhalb der Stützmauer ausgeführt werden müsse.  Diese solle sinnvollerweise in einer Art und Weise hergestellt werden, dass sie leicht von Laub und Schmutz zu reinigen ist, um den Abfluss des Niederschlagswassers zu gewährleisten. Dipl. Ing. Erhard Eck sicherte zu, dies einzuplanen und bei der Vergabe der Außenanlagen zu berücksichtigen.