Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

01.03.2011

PressemitteilungBericht aus der Gemeinderatssitzung vom 25.02.2011


 

Aus der Gemeinderatssitzung am 25.02.2011
 
Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung am 04.02.2011
Bürgermeister Stefan Schwab gab bekannt, dass die Häfner Baustoffe GmbH den Auftrag zur Lieferung der Wand- und Bodenfliesen für das Anwesen Hauptstraße 21 zum Preis von 8,60 €/m² für die Wand- und 8,95 €/m² für die Bodenfliesen zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer erhalten hat.
 
Genehmigung der Forstbetriebspläne 2011 und Anpassung der Brennholzpreise
Revierleiter Markus Opitz berichtete über das Ergebnis des Forsthaushaltes 2010, der mit einem Gesamtholzeinschlag von 6.711 Festmetern und einem Überschuss von 68.372,00 € abgeschlossen hat.
Im Einzelnen stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:
- Gesamtergebnis: -

 
Planung/Ansatz
Ergebnis
 
Einnahmen
167.500 €
198.829 €
=    119 %
Ausgaben
139.320 €
130.457 €
=      94 %
Überschuss
28.180 €
68.372 €
=    243 %

 

 
Planung/Ansatz
Ergebnis
 
Holzeinschlag gesamt
7.771 fm
6.711 fm
86 %
·          in Eigenregie
5.044 fm
4.272 fm
85 %
·          von Unternehmern
2.727 fm
2.439 fm
89 %
 
 
 
 
·          Käferholz
-----------
13 fm
---
·          Sturmholz
-----------
172 fm
---

Jahresergebnisse 2004 - 2010

2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
8.200 €
67.300 €
68.500 €
89.900 €
77.321 €
62.400 €
68.372 €

Abwicklungen in 2010 über die Forstbetriebsgemeinschaft

Waldarbeiten/Aufarbeitung
72.220 €
Holzrücken
26.452 €
Wegeunterhaltung
15.351 €
Material
487 €
Summe (brutto)
114.511 €

 
Für das Jahr 2011 ist folgender Haushaltsansatz für den Forstbetrieb des Marktes Kirchzell vorgesehen:

Fällungsplan 2011:
Gesamtholzeinschlag:
7.347 fm
 
 
              davon Kiefern
1.800 fm
 
 
                        Fichten
3.565 fm
 
 
                        Buchen
430 fm
 
 
                        Lärchen
325 fm
 
 
                        Eichen
190 fm
 
 
 
6.310 fm
verwertbares Holz
 
 
1.037 fm
nicht verwertbares Holz
 
 
 
 
 
Altdurchforstung
2.220 fm
 
 
Jungdurchforstung
1.307 fm
 
 
Endnutzung
1.810 fm
 
 
Jungpflege
100 fm
 
 
Kalamitäten
1.910 fm
7.347 fm
 
 
 
 
 
Profilzerspaner
2.390 fm
 
 
Stammholz
3.160 fm
 
 
Industrieholz lang
610 fm
 
 
Industrieholz kurz
150 fm
6.310 fm
 
 
 
 
 
Eigenregie
0 fm
 
 
Selbstwerber
6.310 fm
 
 
N.H.
1.037 fm
7.347 fm
 
 
 
 
 
Brennholz
850 Ster
 
 
 
 
 
 
Hiebsfläche gesamt
73,5 ha
 
 
größte Einzelfläche
17,9 ha
Reißberg

Der Absatz des Holzes wird durch Vorverträge über die Forstbetriebsgemeinschaft Miltenberg (FBG) gesichert. Erst dann wird der jeweilige Holzeinschlag nach den Verkaufsmöglichkeiten durchgeführt.

Waldbauliche
Investitionen 2011
12.300 €
   Gesamt
   davon
 
 
850 €
   Bestandesbegründung
 
 
7.500 €
   Pflege ohne Ertrag und Astung
 
 
2.550 €
   Waldschutz
 
 
1.400 €
   Sonstiges
 
 
 
 
 
                   Wegebauplan 2011
19.000 €
   Gesamt
   davon
                                                                                                                         
0 €
   Unterhaltung von Zuschusswegen
 
19.000 €
   Allgemeine Wegeunterhaltung

- Gesamtansätze 2011: -

 
Planung/Ansatz
Einnahmen
159.475 €
Ausgaben
83.800 €
Überschuss
75.675 €

 
Aufgrund der massiv gestiegenen Nachfrage nach nahezu ausschließlichem Buchenbrennholz in den vergangenen Jahren ist der Forstbetrieb aufgrund betriebswirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Planungen nicht in der Lage, jährlich im gleichen Umfang nachhaltig den Bedarf an diesem Sortiment zu decken. Wie Revierleiter Markus Opitz darstellte, hat sich die Nachfrage nach Buchenbrennholz (Angaben in Ster) in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:
Jahr
Buchenbrennholz in Ster
Reisig-Lose
1998
104
9
1999
57
4
2000
102
4
 
 
 
2008
617
10
2009
1514
20
2010
508 +549 Bestellungen
4
 
Andere Brennholzsortimente wie Nadelholz sind nach mittelfristiger Einschlagsplanung ausreichend vorhanden und werden in anderen Regionen seit Jahrhunderten als Brennholz genutzt. Markus Opitz stellte die Brennwerte der einzelnen Holzarten bei einem Wassergehalt von 35 % gegenüber. Danach haben 15 Ster Buche, 19 Ster Kiefer und 21,5 Ster Fichte ungefähr den gleichen Brennwert, so dass auch mit Nadelholz eine ausreichende Heizung eines Gebäudes möglich ist.
Markus Opitz stellte klar, dass die Nachfrage auch den äußerst niedrigen Preisen für Brennholz geschuldet ist. In Kirchzell beträgt der aktuelle Preis pro Ster für Buche 25,00 € (35,50 €/Fm), für Kiefer 18,00 € (25,00 €/Fm) und für Fichte 15,00 € (21,50 €/Fm). In den Nachbarkommunen liegen die Preise für Buchenpolterholz deutlich höher und betragen
Stadt Miltenberg            53,50 €/Fm,
Stadt Amorbach             53,50 €/Fm,
Markt Bürgstadt             45,00 €/Fm
Markt Schneeberg          40,00 €/Fm,
Markt Weilbach              35,00 €/Fm,
Gemeinde Eichenbühl       49,60 €/Fm.
Der Markt Schneeberg und der Markt Weilbach planen eine Erhöhung des Brennholzpreises auf 45,00 €/Fm. Fichte und Kiefer werden in den Vergleichskommunen mangels Nachfrage nicht verkauft.
Die Verwaltung hat empfohlen, die Brennholzpreise anzupassen und auf 45,00 €/Fm (= 31,50 € je Ster) für Buche, 35,00 €/Fm (= 24,50 € je Ster) für Kiefer und 30,00 €/Fm (= 21,00 € je Ster) für Fichte festzusetzen. Gemeinderat Kurt Schumacher (SPD) fragte bei der Beratung nach, ob der Berufsgenossenschaftsbeitrag entfällt, nachdem keine Mitarbeiter im Forst mehr beschäftigt werden. Bürgermeister Stefan Schwab wies darauf hin, dass die Beitragspflicht für alle Waldbesitzer besteht und sich aus der Fläche errechnet. Es werde allerdings geprüft, ob eine Ermäßigung des Beitrags möglich sei, wenn kein Personal mehr beschäftigt werde. Gemeinderat Heinz Herkert (FW) fragte nach, ob die Kapazität der Unternehmen ausreiche, um die geplanten Arbeiten ausführen zu können und den Wald zu pflegen. Revierleiter Markus Opitz erläuterte, dass die Waldpflege und die Fällarbeiten an ortsansässige Unternehmen vergeben werden sollen und die Kapazitäten mit diesen abgeklärt seien. Bürgermeister Stefan Schwab bestätigte, dass in diesem Jahr die Forstarbeiten ohne eigene Kräfte ausgeführt werden sollen und nach Ablauf des Jahres geprüft werde, ob diese Verfahrensweise sinnvoll und wirtschaftlich sei. Gemeinderat Wolfgang Schneider (CSU) schlug vor, die Brennholzpreise an den Papierholzpreisen zu orientieren. Diese betragen nach Auskunft von Revierleiter Markus Opitz derzeit 48,00 €/Fm, so dass die vorgeschlagene Anpassung der Brennholzpreise dieser Preislage entspricht. Gemeinderat Wolfgang Schneider wies außerdem darauf hin, dass andere Kommunen den Holzerwerb auf 20 Ster je Haushalt beschränken. Gemeinderat Heinz Herkert (FW) hielt die Erhöhung der Brennholzpreise auf 45,00 €/Fm für Buchenholz für gerechtfertigt. Diese Auffassung vertrat auch Gemeinderat Rudi Breunig (CSU). Gemeinderat Rudi Frank (FW) stellte fest, dass bei der Ermittlung der Kosten für das Polterholz auch die Ausgaben für das Aufarbeiten und Rücken berücksichtigt werden müssten. Gemeinderat Peter Schwab (CSU) fragte nach, wie hoch die Kosten für ein Reisiglos seien. Revierleiter Markus Opitz teilte mit, dass er 25,00 € pauschal je Los verlange. Gemeinderat Rudi Breunig (CSU) hielt es für sinnvoll, die Festsetzung der Lospreise dem Revierleiter als Geschäft der laufenden Verwaltung zu überlassen.
Der Gemeinderat genehmigte den Holzernteplan, den Forstkulturplan (waldbauliche Investitionen) und den Wegebauplan für den Gemeindewald Kirchzell im Forstwirtschaftsjahr 2011 einstimmig. Die Preise für Brennholz werden, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, angepasst.
 
Konzept zur Minderung der Wasserverluste
Nach der gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis vom 30.12.2010 ist der Markt Kirchzell verpflichtet, das vorhandene Konzept zur Reduzierung der Wasserverluste zu überprüfen und zu optimieren. Ein wesentlicher Grund für die Wasserverluste sind die Vielzahl der Rohrbrüche, die fast ausschließlich im Bereich der Hausanschlüsse auftreten. Teilweise traten in der Vergangenheit an einem Hausanschluss mehrere Rohrbrüche auf. Um dies zu vermeiden wird, soweit möglich, ein geringer dimensioniertes Kunststoffrohr zwischen dem Schieber und der Hauptabsperrvorrichtung eingezogen. Bei den vorhandenen 860 Hausanschlussleitungen in der Gesamtgemeinde ist dies bei ca. 80 bis 90 % der Hausanschlüsse ohne größeren Aufwand möglich. Ein geringer Aufwand besteht bei Leitungen, die nicht vollständig in Kunststoff ausgeführt sind im Öffnen der Bodenplatte, um das Kunststoffrohr durchzuschieben. Dieser Aufwand ist jedoch angemessen und vertretbar, um die Wasserverluste zu verringern und künftige Schäden abzuwenden. In den Fällen, in denen ein Einschieben der Kunststoffrohre nicht möglich ist, muss im Einzelfall geprüft werden, wie mit vertretbarem Aufwand Rohrbrüche zu verhindern sind. Gemeinderat Frank Rudolph (FW) wies darauf hin, dass die Kosten im Zusammenhang mit der Beseitigung von Rohrbrüchen in Hausanschlussleitungen möglicherweise Gegenstand der Gebäudeversicherung sein können. Gemeinderat Heinz Herkert (FW) bestätigte, dass durch das Einschieben der Kunststoffleitungen Rohrbrüche vermieden würden. Dies habe der Bauhof bei seinem eigenen Anwesen bereits vor 10 Jahren vorgenommen und seither sei kein Schaden mehr aufgetreten. Es sei daher sinnvoll und liege auch im Interesse der Eigentümer, bei Rohrbrüchen in der Hausanschlussleitung eine weitere Leitung einzuziehen. Gemeinderat Kurt Schumacher (SPD) hielt dies ebenfalls für sinnvoll, soweit es technisch möglich sei. In anderen Fällen sprach er sich für Einzelfalllösungen ohne starre Regelung aus.
 
Instandsetzung des „Kirchzeller Weges“ in Watterbach durch die Jagdgenossenschaft Watterbach
Der „Kirchzeller Weg“ in Watterbach wird bei Starkregen regelmäßig mit Schotter und Schlamm verunreinigt. Diese Verunreinigungen erstrecken sich bis zum Anwesen Volker Repp und müssen jeweils von den Anliegern und vom Bauhof beseitigt werden. Die Jagdgenossenschaft Watterbach beabsichtigt, hier Abhilfe zu schaffen und den Weg vom Grundstück Heinrich Meixner bis zum Anwesen Rolf Becker in Eigenleistung mit Pflaster zu befestigen. Sie beantragt die Übernahme der geschätzten Materialkosten von 6.300,00 € durch die Gemeinde. Bürgermeister Stefan Schwab stellte klar, dass sich der Weg im Eigentum der Gemeinde befindet, die Baulast allerdings nach dem Straßenbestandsverzeichnis den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke obliegt. In Gesprächen mit der Jagdgenossenschaft wurde vereinbart, dass diese die Instandsetzung des Weges übernimmt und die Verwaltung dem Gemeinderat vorschlägt, die Hälfte der Kosten für das Material bis zu einem Beteiligungsbetrag von höchstens 3.000,00 € zu übernehmen. Die Jagdgenossenschaft hat in der Genossenschaftsversammlung am 09.02.2011 beantragt, den gemeindlichen Beteiligungsbetrag nicht auf die Hälfte der Materialkosten zu beschränken, sondern einen Fixbetrag von 3.000,00 € zu bewilligen. Bürgermeister Stefan Schwab stellte dazu fest, dass der Weg in geringem Umfang zur Holzabfuhr durch die Gemeinde und durch den gemeindlichen Revierleiter genutzt werde. Der Hauptvorteil für die Gemeinde würde darin bestehen, dass bei Starkregenereignissen nicht der gesamte Schotter auf der gemeindlichen Straße angespült würde. Zu berücksichtigen sei außerdem, dass das im Außenbereich gelegene Anwesen der Eheleute Becker besser über diese Zufahrt erschlossen wäre. Gemeinderat Wolfgang Schneider (CSU) hielt eine Beteiligung der Gemeinde für angemessen, da der Weg auch als Wanderweg von Kirchzeller Bürgern genutzt werde. Gemeinderat Peter Schwab (CSU) hielt die vorgeschlagene Kostenbeteiligung ebenfalls für angebracht, nachdem die Beseitigung des Schlamms und des Gerölls durch den Bauhof auch regelmäßige Kosten verursache. Außerdem werde durch die Unterstützung eine Initiative der Bürger des Ortsteiles Watterbach anerkannt. Gemeinderat Wilfried Herkert (FW) wies darauf hin, dass bei der Instandsetzung des Weges zum Hochbehälter Ottorfszell die Gemeinde nur einen geringen Anteil übernommen habe. Er sah die Gefahr eines Präzedenzfalles für künftige ähnlich gelagerte Instandsetzungsmaßnahmen. Gemeinderätin Monika Arnheiter (SPD) hielt die Beteiligung der Gemeinde im Hinblick auf die vorhandene Wohnbebauung an dem Weg für angebracht. Der Gemeinderat beschloss eine Beteiligung der Gemeinde an den Materialkosten mit 50 %, höchstens jedoch 3.000,00 €.
 
Errichtung einer Unterstellhalle für den Bauhof auf dem Grundstück Fl.Nr. 2385 der Gemarkung Kirchzell
Nachdem eine im Ortsteil Buch angemietete Scheune für die Unterstellung verschiedener Anhänger für den Bauhof nicht mehr zur Verfügung steht, hat die Verwaltung nach einer Alternative gesucht. Die Anmietung einer vorhandenen Halle oder Scheune hat sich jedoch als nicht möglich erwiesen, so dass geplant wird, eine Unterstellhalle mit einer Fläche von 10 x 20 m auf dem Kläranlagengrundstück zu errichten. Die grundsätzliche Zulässigkeit dieses Vorhabens hat die Verwaltung mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Inzwischen liegt die Bauplanung vor und der Bauantrag wurde vom geschäftsleitenden Beamten Reinhold Koch vorgestellt. Gemeinderat Rudi Frank (FW) hielt die auf Wunsch des Bauhofs geplanten Mittelstützen für hinderlich und schlug vor, diese entfallen zu lassen und stattdessen Binder einzubauen. Der Gemeinderat teilte diese Auffassung und forderte die Verwaltung auf, dies bei der Bauausführung zu berücksichtigen. Im Übrigen erteilte er dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen nach § 36 Abs. 1 BauGB.
 
Vergabe des Auftrags zur Pflege der gemeindlichen Grünflächen
Nachdem die Köhler & Wallace GmbH im vergangenen Sommer die Grünflächenpflege in sechs Mähdurchgängen zur Zufriedenheit der Verwaltung und des Gemeinderates erledigt hat und die Arbeiten für das Jahr 2011 zu den gleichen Konditionen angeboten hat, erhielt diese den Auftrag auch im Jahr 2011 in sechs Mähdurchgängen die gemeindlichen Grünflächen zu pflegen.
 
Entwicklung der Schülerzahlen in der Grundschule in den kommenden Jahren
Bürgermeister Schwab teilte dem Gemeinderat die aktuellen Geburtenzahlen für Kirchzell, die dem Staatlichen Schulamt gemeldet wurden, mit. Danach ergibt sich folgende Entwicklung der Schülerzahlen:
01.10.2004 – 30.09.2005                      10 Kinder
01.10.2005 – 30.09.2006                      18 Kinder
01.10.2006 – 30.09.2007                      22 Kinder
01.10.2007 – 30.09.2008                      15 Kinder
01.10.2007 – 30.09.2009                      18 Kinder
01.10.2009 – 30.09.2010                      16 Kinder
Bürgermeister Stefan Schwab sah anhand dieser Schülerzahlen die Zukunft der Volksschule Kirchzell als Grundschule als gesichert an.
 
Geschwindigkeitsmessungen in den Ortsdurchfahrten Buch und Kirchzell
Geschäftsleitender Beamter Reinhold Koch informierte den Gemeinderat über die in den Ortsdurchfahrten Buch und Kirchzell vorgenommenen Geschwindigkeitsmessungen. In der Ortsdurchfahrt Buch wurden im Messzeitraum in Fahrtrichtung Amorbach durchschnittlich 1.951 Fahrzeuge täglich registriert. Die Geschwindigkeitsmessungen ergaben ähnliche Ergebnisse wie die vorhergehenden Messungen. Im Bereich der zulässigen Geschwindigkeit unter 50 km/h blieben insgesamt 64 % der Fahrzeuge. 30 % bewegten sich im Bereich zwischen 51 und 60 km/h, der ebenfalls noch keine Sanktionen bei polizeilichen Messungen mit sich bringt, so dass insgesamt 94 % der Fahrzeuge innerhalb des zulässigen Rahmens blieben. 5 % der Fahrzeuge erreichten Geschwindigkeiten zwischen 61 und 70 km/h und 1 % zwischen 71 und 80 km/h. Einige wenige Fahrzeuge überschritten die Grenze von 90 km/h, wobei ein Fahrzeug mit 110 km/h und zwei Fahrzeuge mit 109 km/h die absoluten Spitzenreiter waren.
In der Ortsdurchfahrt Kirchzell wurden Fahrzeugzahlen zwischen 625 Fahrzeugen an einem Sonntag und 1.307 Fahrzeuge an einem Dienstag gezählt. An den Werktagen lag die Zahl der Fahrzeuge bei etwa 1.200 im Schnitt. Über 90 % der Fahrzeuge hielten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Im Bereich zwischen 51 und 60 km/h bewegten sich weitere 8 % der Fahrzeuge. Lediglich ein geringer Anteil der Fahrzeuge überschritt die 60 km/h, wobei das schnellste Fahrzeug mit 80 km/h gemessen wurde.
 
Untersuchung des Trinkwassers
Das Büro Dr. Nuss, Bad Kissingen hat das Trinkwasser aus den Ortsnetzen Kirchzell und Ottorfszell mikrobiologisch und chemisch untersucht und im Rahmen dieser routinemäßigen Untersuchung festgestellt, dass alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten sind.
 
Sanierung der Decke der MIL 7 vor der Ortsdurchfahrt Watterbach
Bürgermeister Stefan Schwab informierte den Gemeinderat über die geplante Sanierung der Decke der MIL 7 vor der Ortsdurchfahrt Watterbach. Danach ist vorgesehen, auf einer Länge von ca. 900 m vor dem Ortsschild die Fahrbahndecke zu sanieren. Die vorhandene Decke wird abgefräst und durch eine neue ersetzt. Teilweise wird auch der Unterbau erneuert, was eine Vollsperrung notwendig macht. Die Arbeiten beginnen in der Woche vor Palmsonntag mit einer halbseitigen Sperrung. Anschließend werden die Arbeiten, die eine Vollsperrung erforderlich machen, in den Osterferien abgewickelt. Dabei besteht für Watterbacher und Breitenbucher die Möglichkeit, die Baustelle über Waldwege zu umfahren. Gemeinderat Heinz Herkert (FW) regte an, in diesem Zusammenhang über einen einfach ausgeführten Rad- und Wanderweg nach Watterbach nachzudenken.
 
Absenkungen der Staatsstraße St 2311 in der Ortsdurchfahrt Ottorfszell
2. Bürgermeisterin Susanne Wörner (FW) beanstandete, dass an der Staatsstraße St 2311 in der Ortsdurchfahrt Ottorfszell zwischen dem Ortseingang und dem Parkplatz der Gaststätte „Zum Gabelbachtal“ massive Absenkungen auftreten. Bürgermeister Stefan Schwab sicherte zu, dies an das Staatliche Bauamt Aschaffenburg weiterzugeben.
 
Schadensersatzansprüche der Kommunen wegen kartellrechtlicher Verstöße der Lieferanten von Feuerwehrfahrzeugen
3. Bürgermeister Karlheinz Klingenmeier (SPD) bezog sich auf die Presseberichterstattung und fragte nach, ob Erkenntnisse über kartellrechtliche Verstöße der Lieferanten von Feuerwehrfahrzeugen vorliegen und die Gemeinde Schadensersatzansprüche habe. Geschäftsleitender Beamter Reinhold Koch stellte fest, dass der Lieferant des HLF 20/16 bisher nicht wegen kartellrechtlicher Verstöße belangt worden sei, allerdings ein Ermittlungsverfahren laufe. Er kündigte an, dass mögliche Schadensersatzansprüche geprüft würden, falls das Verfahren gegen den Lieferanten mit einer Schuldfeststellung beendet werde.
 
Bolzplatz in der Hauptstraße
Gemeinderat Heinz Herkert (FW) monierte, dass das Tor des Bolzplatzes zu einer Pferdekoppel gehe und es immer wieder vorkomme, dass das Tor nicht verschlossen werde und die Pferde entlaufen würden. Bürgermeister Stefan Schwab sicherte zu, dass hier eine mögliche Abhilfe mit dem Bauhof geprüft werde.
 
Behinderung des Abflusses in den Vorflutern durch Bäume
Gemeinderat Heinz Herkert (FW) wies darauf hin, dass im Gabelbach und im Waldbach an verschiedenen Stellen Bäume als Abflusshindernisse liegen würden. Bürgermeister Stefan Schwab teilte mit, dass das Wasserwirtschaftsamt bereits ein Unternehmen beauftragt habe, diese an der Bucher Brücke zu entfernen und dort den Abfluss sicherzustellen. Im Bereich der Gewässer, die in der Unterhaltspflicht der Gemeinde liegen, werde der Bauhof mit der Überprüfung und Beseitigung der Bäume beauftragt.
 
Pflaster im Neubaugebiet „Am Bucher Weg“
Gemeinderat Rudi Frank (FW) teilte mit, dass im Neubaugebiet „Am Bucher Weg“ teilweise die Verfugung des Pflasters ausgespült sei. Bürgermeister Stefan Schwab informierte, dass die Abnahme stattgefunden habe und im Zuge der Bereinigung der festgestellten Mängel auch die Verfugung des Pflasters ausgebessert werde.
 
Asphaltschaden in der Straße am Anwesen Baumäcker 20 im Ortsteil Preunschen
Ortssprecherin Elke Schippler wies darauf hin, dass am Anwesen Baumäcker 20 im Ortsteil Preunschen an der Straße Asphalt ausgebrochen sei. Bürgermeister Stefan Schwab sicherte eine Überprüfung und Beseitigung des Schadens zu.
 
Ausbau der DSL-Versorgung in Kirchzell und den Ortsteilen
Gemeinderat Peter Schwab (CSU) fragte nach, ob die über den Landkreis Miltenberg in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung bereits Ergebnisse gebracht habe und wie der Stand des Verfahrens sei. Bürgermeister Schwab informierte den Gemeinderat, dass die Erhebungen abgeschlossen seien und am 01.03.2011 ein Informationsgespräch mit dem beauftragten Büro stattfinde. Daneben habe die Verwaltung Kontakt mit der Breitbandberatung Bayern aufgenommen, um deren Sachverstand ebenfalls einfließen zu lassen.