Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

09.02.2010

PressemitteilungAus der Gemeinderatssitzung vom 05.02.2010


 

Genehmigung der Forstbetriebspläne 2010
Revierleiter Markus Opitz berichtete über das Ergebnis des Forsthaushaltes 2009 und stellte fest, dass dieser bei einem Gesamtholzeinschlag von 7.336 Festmetern mit einem Überschuss von 62.400 € abgeschlossen hat.
Im Einzelnen stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:

 
Planung/Ansatz
Ergebnis
 
Einnahmen
167.475 €
190.049 €
=    114 %
Ausgaben
136.220 €
127.638 €
=      94 %
Überschuss
31.255 €
62.411 €
=    199 %

 

 
Planung/Ansatz
Ergebnis
 
Holzeinschlag gesamt
7.595 fm
7.336 fm
96 %
·          in Eigenregie
4.225 fm
3.401 fm
80 %
·          von Unternehmern
2.220 fm
3.935 fm
177 %
 
 
 
 
·          Käferholz
-----------
250 fm
---
·          Sturmholz
-----------
85 fm
---

 
Jahresergebnisse 2003 - 2009

2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
9.600 €
8.200 €
67.300 €
68.500 €
89.900 €
77.321 €
62.400 €

 
Abwicklungen in 2009 über die Forstbetriebsgemeinschaft

Waldarbeiten/Aufarbeitung
61.982 €
Holzrücken
56.333 €
Wegeunterhaltung
11.963 €
Forstschutz
3.713 €
Summe (brutto)
133.991 €

 
Für das Jahr 2010 ist folgender Haushaltsansatz für den Forstbetrieb des Marktes Kirchzell vorgesehen:

Fällungsplan 2010:
Gesamtholzeinschlag:
8.071 fm
 
 
              davon Kiefern
2.480 fm
 
 
                        Fichten
3.120 fm
 
 
                        Buchen
940 fm
 
 
                        Lärchen
355 fm
 
 
                        Eichen
50 fm
 
 
 
6.945 fm
verwertbares Holz
 
 
1.126 fm
nicht verwertbares Holz
 
 
 
 
 
Altdurchforstung
691 fm
 
 
Jungdurchforstung
2.159 fm
 
 
Endnutzung
3.195 fm
 
 
Jungpflege
120 fm
 
 
Kalamitäten
1.906 fm
8.071 fm
 
 
 
 
 
Profilzerspaner
1.750 fm
 
 
Stammholz
3.545 fm
 
 
Industrieholz lang
940 fm
 
 
Industrieholz kurz
710 fm
6.945 fm
 
 
 
 
 
Eigenregie
3.825 fm
 
 
Selbstwerber
3.120 fm
 
 
N.H.
1.126 fm
8.071 fm
 
 
 
 
 
Brennholz
 1250 Ster
 
 
 
 
 
 
Hiebsfläche gesamt
69,2 ha
 
 
größte Einzelfläche
13,9 ha
Hinteres Kehl ist von 2010 übernommen.

Der Absatz des Holzes wird durch Vorverträge über die Forstbetriebsgemeinschaft Miltenberg (FBG) gesichert. Erst dann wird der jeweilige Holzeinschlag nach den Verkaufsmöglichkeiten durchgeführt.
 
Waldbauliche Investitionen 2010 12.800 € Gesamt, davon
  1.350 € Bestandsbegründung
  7.800 € Pflege ohne Ertrag u. Astung
  2.300 € Waldschutz
  1.350 € Sonstiges
     
Wegebauplan 2010 18.000 € Gesamt, davon
  0 € Unterhaltung v. Zuschusswegen
  18.000 € Allgemeine Wegeunterhaltung
     
 
- Gesamtansätze 2010: -

 
Planung/Ansatz
Einnahmen
167.500 €
Ausgaben
139.320 €
Überschuss
28.180 €

 
Der Gemeinderat genehmigte den Holzernteplan, die waldbaulichen Investitionen und den Wegebauplan für das Forstwirtschaftsjahr 2010 ohne Einwendungen. Bürgermeister Schwab dankte dem Revierleiter Markus Opitz und den im Forst beschäftigten Mitarbeitern für die Arbeit im vergangenen Jahr und das gute Ergebnis bei der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes.
 
Vorstellung des Haushaltsplanes des Hauptschulverbandes Amorbach
Bürgermeister Schwab informierte den Gemeinderat über den Haushaltsplanentwurf 2010 für den Hauptschulverband Amorbach. Die Umlage für Kirchzell erhöht sich bei gleich bleibender Schülerzahl um ca. 15.000 €. Dies ist darauf zurückzuführen, dass pro Ganztagesklasse 5.000 € vom Schulverband an den Freistaat Bayern abzuführen sind, was bei vier Ganztagsklassen einen Gesamtbetrag von 20.000 € ausmacht. Bei der Mittagsverpflegung sind bei sozialen Härtefällen die Kosten des Mittagessens zur Hälfte vom Schulverband zu tragen. Dies bedingt Ausgaben von ca. 25.000 €. Die Baumaßnahme zur Generalsanierung der Hauptschule wird zunächst über eine Finanzierungsgesellschaft abgewickelt, da die Zinsen derzeit bei einer Finanzierung dieser Art ca. 1 % betragen, während bei einer Kreditfinanzierung Zinsen in Höhe von 4 % anfallen würden. Der Gesamtetat der Hauptschule Amorbach schließt im Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 429.000 €. Im Vermögenshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 909.500 € vorgetragen. Die Umlage für die Verbandsgemeinden beträgt 338.000 € (= 1.475,98 je Schüler). Für die Gemeinde Kirchzell errechnet sich bei 50 Schülern ein Betrag von 73.799,13 €.
Für die Sanierung der Hauptschule einschließlich der energetischen Sanierung sind im Etat 2010 900.000 € eingeplant. Die Finanzplanung sieht für die Jahre 2011 Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. € und 2012 in Höhe von 2,7 Mio. € vor. Aus diesem Grund sind in der Haushaltssatzung für das Jahr 2010 Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 4,5 Mio. € vorgetragen.
Der Gemeinderat nahm den Haushaltsplanentwurf 2010 des Hauptschulverbandes
Amorbach zustimmend zur Kenntnis.
 
Bestätigung der Wahl von Markus Edelmann und Thomas Röchner zu Feldgeschworenen
Die Obmänner der Feldgeschworenen für Kirchzell, Erich Frank und für Watterbach, Alfred Hawlik, haben mitgeteilt, dass Markus Edelmann und Thomas Röchner zu Feldgeschworenen gewählt wurden. Der Gemeinderat hat diese Wahl bestätigt und die Verwaltung beauftragt, die Feldgeschworenen an das Landratsamt zur Bestellung zu melden.
 
Bewirtschaftungskosten und Miete für die Nutzung des Raumes für den Gesangverein in der Volksschule
Bürgermeister Schwab informierte den Gemeinderat, dass inzwischen mit dem Gesangverein für die Nutzung des Raumes in der Volksschule eine Vereinbarung zur Festlegung der Miete und der Bewirtschaftungskosten getroffen worden sei. Danach müsse der Verein ab dem Jahr 2010 jährlich 610 € an anteiligen Bewirtschaftungskosten und 180 € Miete jährlich bezahlen. Die Höhe der Bewirtschaftungskosten werde im dreijährigen Turnus überprüft und angepasst.
 
Schüttungsmessungen in der Ziegelwiesenquelle
Das Ingenieurbüro Klingenmeier hat die Auswertung der Schüttungsmessungen der Ziegelwiesenquelle für das 2. Halbjahr 2009 vorgelegt. Diese Auswertung macht deutlich, dass nach dem Anschluss aller Ortsteile die Entnahmemenge deutlich angestiegen, das Wasserdargebot aber immer noch ausreichend ist und Reserven bietet.
 
Mikrobiologische und chemische Untersuchung des Trinkwassers aus dem Ortsnetz Kirchzell
Das Institut Dr. Nuss hat am 25.01.2010 Proben des Reinwassers aus den Sammelmessstellen im Wasserwerk Ottorfszell und in dem Anwesen Hauptstraße 58 in Kirchzell entnommen. Die mikrobiologischen Untersuchungen ergaben einwandfreie Ergebnisse. Bei der routinemäßigen chemischen Untersuchung wurde in dem im Pumphaus in Ottorfszell entnommenen Wasser ein erhöhter Trübungswert festgestellt. Diese erhöhte Trübung ist darauf zurückzuführen, dass das Wasser aus der Zapfstelle, an der die Probe entnommen wird, bereits durch das gesamte Ortsnetz gelaufen ist und sich Partikel aus den Leitungen darin gelöst haben. Außerdem ist die Entnahme an dieser Zapfstelle so gering, dass das Wasser über längere Zeit stagniert. Das Reinwasser, das nach der Ultrafiltration ins Netz eingespeist wird, liegt seit Inbetriebnahme der Aufbereitung immer bei einem Trübungswert von weit unter 0,1 NTU und entspricht damit den Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
 
Ausbau der Ahrenskurve
MdL Berthold Rüth (CSU) hat ein Schreiben des Staatssekretärs im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Gerhard Eck, übermittelt, in dem dieser mitteilt, dass der Ausbau der Ahrenskuve nicht in das Programm „Sichere Landstraße“ aufgenommen werden kann, da nach der Analyse der zuständigen Unfallkommission die Ahrenskurve keinen Unfallschwerpunkt im Sinne dieses Programms darstellt. Staatssekretär Eck hat allerdings zugesichert, dass das Staatliche Bauamt im Jahr 2011 im Rahmen der Bestandserhaltung begrenzte bauliche Verbesserungen vornehmen wird. Die Vorplanungen dafür seien abgeschlossen und in diesem Jahr würden die Grunderwerbsverhandlungen geführt. Erste Gespräche mit dem betroffenen Grundstückeigentümer haben bereits stattgefunden und er hat seine Bereitschaft signalisiert, die erforderlichen Teilflächen seines Grundstücks zu veräußern. Die derzeitige Geschwindigkeitsbeschränkung bleibe bestehen, bis eine bauliche Änderung erfolgt sei. MdL Hans-Jürgen Fahn (FW) hat mitgeteilt, dass die Fraktion der Freien Wähler im Bayerischen Landtag einen Antrag zum Nachtragshaushalt gestellt habe, um die Ahrenskurve in das Programm „Sichere Landstraße“ aufzunehmen und die Verbesserungsmaßnahme noch im Jahr 2010 zu realisieren.
 
Winterdienst und Ersatzbeschaffung eines Schneeräumschildes für den Bauhof
Geschäftsleitender Beamter Reinhold Koch informierte den Gemeinderat, dass für den Bauhof ein gebrauchtes Schneeräumschild für 1.500 € beschafft wurde, nachdem das vorhandene Schild nicht mehr zu reparieren war. Er berichtete außerdem, dass der lang anhaltende und strenge Winter einen erhöhten Salzverbrauch mit sich gebracht hat. In diesem Winter seien bisher ca. 50 Tonnen Salz verbraucht worden. Im Jahr 2009 wurden 19 Tonnen und im Jahr 2008 12 Tonnen gestreut. Der Preis liege im Normalfall bei ca. 105 € je Tonne. Durch die Verknappung in diesem Winter mussten die letzten 10 Tonnen für ca. 300 € je Tonne beschafft werden.
 
Undichtigkeiten am Flachdach des Kindergartens „Abenteuerland“ in Kirchzell
Beim Abtauen des Schnees am 17. und 18.01.2010 ist Wasser in das Flachdach am Kindergarten eingedrungen. Um die schadhaften Stellen finden zu können und Stauwasser zu verhindern, hat der Bauhof die Bekiesung des Flachdachs entfernt. Für die Reparatur des Daches sind Angebote angefordert worden. Sobald diese vorliegen, wird der Auftrag vergeben.
 
Jugendarbeit im südlichen Landkreis Miltenberg
Gemeinderätin Claudia Häufglöckner als Jugendbeauftragte berichtete über den „runden Tisch“ der Kommunen, Schulen, Vereine und Vertreter der Jugendarbeit aus dem Amorbacher Raum. Bei diesem Gespräch seien sich die Beteiligten einig gewesen, dass der Bedarf an Räumen für die offene Jugendarbeit in den Gemeinden unterschiedlich sei. Die Schaffung von Stellen für Jugendsozialarbeiter wurde allgemein nicht als dringlich angesehen. Es wurde vereinbart, dass die Gemeinden eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten in der Jugendarbeit in ihrem Bereich vornehmen.
 
Stiefel der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Kirchzell
In der Öffentlichkeit wird derzeit eine Diskussion um die Sicherheit einer bestimmten Charge von Feuerwehrstiefeln geführt. Die Feuerwehr Ottorfszell hat Stiefel dieses Herstellers aus einer späteren Charge, die allen Anforderungen entspricht.