Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

04.08.2020

PressemitteilungAus der Sitzung vom 31.07.2020


Aus der Gemeinderatssitzung vom 31.07.2020

Bekanntgabe der Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 10.07.2020
• Die Firma Zöller GalaBau, Großheubach, erhielt den Auftrag für die Ausführung der Freianlagen im Zuge der Erweiterung der Schule und des Neubaus der Kinderkrippe zum Bruttoangebotspreis von 140.919,35 €.
• Die VS Vereinigte Spezialmöbel, 97941 Tauberbischofsheim erhielt den Auftrag für die Lieferung der Schuleinrichtung im Zuge der Erweiterung der Schule und des Neubaus der Kinder-krippe zum Bruttoangebotspreis von 44.937,36 €.

Standortfestlegung für den Neubau eines Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Kirchzell
In der öffentlichen Sitzung vom 15.02.2019 hatte der Gemeinderat mögliche Standorte für die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses geprüft und folgendes festgestellt:
Nachdem die Verhandlungen zum Erwerb der ehemaligen Gärtnerei gescheitert waren, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Feuerwehr weitere Standorte auf ihre Eignung geprüft. Bei der Prüfung der Eignung des Standortes ist zu berücksichtigen, dass gut 80 % der Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr in Richtung Amorbach bzw. Mudau führen.
Aus diesem Grund hat die Feuerwehr als Standort die ehemalige Omnibushalle Russ favorisiert. Der Eigentümer dieses Grundstückes hat jedoch einer Veräußerung nicht zugestimmt.
Eine weitere Alternative wäre der Bereich des Handballplatzes. Aus feuerwehrtechnischer Sicht muss dieser Standort jedoch ausscheiden, da die Mehrzahl der Einsätze in Richtung Amorbach bzw. Mudau geht und die Anfahrt zu diesem am anderen Ortsende gelegenen Feuerwehrhausstandort zu erheblichen Zeitverzögerungen führen würde.
Geprüft wurde auch ein weiteres unbebautes Grundstück an der Hauptstraße. Dieser Standort ist aus feuerwehrtechnischer Sicht ebenfalls nicht geeignet, da er sich mitten in der Wohnbebauung in Richtung Watterbach/Ottorfszell befindet.
Auch eine Verlagerung des Feuerwehrhauses in den Ortsteil Buch muss aus feuerwehrtechnischer Sicht ausscheiden.
Als weitere Standortalternative wurden die Grundstücke im Bereich des Bucher Weges im Anschluss an das Baugebiet „Am Bucher Weg“ in die Auswahlprüfung einbezogen,
Bei einer Standortwahl entscheidend ist die Einhaltung der Hilfsfrist von 10 Minuten. Diese ist beim Standort Handballplatz nicht eingehalten, wie das Befahrungsprotokoll der Freiwilligen Feuerwehr aufzeigt. Somit muss dieser Platz ausscheiden. Die Problematik der Hilfsfrist gilt insbesondere auch für den Ortsteil Buch, der über keine eigene Feuerwehr verfügt.
Die Fahrzeitberechnung der Feuerwehr zeigt, dass die Einhaltung der Hilfsfrist von 10 Minuten sowohl beim aktuellen Standort des Feuerwehrhauses als auch beim Standort am Bucher Weg bei einer An- und Abfahrt über Wildenburg- und Forsthausenstraße gewährleistet wird. Die Zeiten sind für beide Standorte nahezu identisch. Durch die Errichtung der im Bebauungsplan „Am Bucher Weg“ bereits vorgesehenen Brücke würde sich bei diesem Standort nochmals eine deutliche zeitliche Verbesserung ergeben.
Der Feuerwehrhausausschuss, der mit der Standortsuche für das neue Feuerwehrhaus beauftragt wurde, hat am 30.06.2020 mögliche Standorte vorberaten. Aus tatsächlichen und/oder rechtlichen Gründen blieben zwei Standorte übrig.
Aktueller Standort in der Schulstraße:
Das Landratsamt Miltenberg hat den Vorbescheid für den Neubau des Feuerwehrhauses am bisherigen Standort erteilt. Die Befreiung wegen der Überschreitung der Baugrenze wurde erteilt, eine Änderung des Bebauungsplanes ist nicht erforderlich. Allerdings sind Abstandsflächenübernahmen auf die Nachbargrundstücke notwendig. Die erforderliche Ausnahmegenehmigung nach § 78 Abs. 5 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) kann (noch) nicht erteilt werden. Hierüber könne laut Landratsamt erst im förmlichen Baugenehmigungsverfahren entschieden werden.
Für den aktuellen Standort spricht die positive Bauvoranfrage, die Beibehaltung des Standorts und die Einhaltung der Hilfsfrist.
Die Nachteile sind:
• Nach Umsetzung des Neubaus bestehen keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr
• Zeitlicher Faktor: Vor Baubeginn (= Abbruch des Bestandsgebäudes) muss ein neuer Bauhof errichtet werden, was mit einer vorherigen Standortsuche, Grunderwerb und ggf. Bauleitplanung verbunden ist. Anschließend muss die Bauantragsplanung erstellt, der neue Bauhof errichtet werden und betriebsbereit sein.
• Es ist eine Übergangslösung für das Feuerwehrhaus erforderlich.
• Es wird kostenpflichtig ein für Zwecke des Bauhofes noch nutzbares Gebäude abgerissen.
• Geringe finanzielle Zuwendungen.
Grundstück „Am Bucher Weg“:
Die zweite Möglichkeit besteht auf einem Grundstück im Anschluss an das Baugebiet „Am Bucher Weg“. Zu der Frage, inwieweit das Grundstück mit einem Feuerwehrhaus bebaut werden könnte, fand bereits ein Besprechungstermin im Landratsamt statt. Aus Sicht aller vertretenen Sachgebiete des Landratsamtes (Immissionsschutz, Baurecht, Naturschutz und Wasserrecht) ist das Grundstück unter gewissen Voraussetzungen grundsätzlich bebaubar.
Das Sachgebiet Immissionsschutz benötigt unter anderem Information zur Lage der Parkplätze, mit wie vielen Fahrbewegungen zu rechnen ist, wie viele Feuerwehrfahrzeuge eingestellt werden, die Schalldämmmaße der Tore und Angabe der regelmäßig stattfindenden Termine. Ideal sei es, die Tore des Feuerwehrhauses in Richtung Osten zu platzieren.
Das Sachgebiet Naturschutz teilte mit, dass eine Ausgleichsbilanzierung und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich werden. Außerdem ist eine artenschutzrechtliche Prüfung durchzuführen. Das Grundstück liegt innerhalb des Landschaftsschutzgebietes, eine Befreiung erscheint aus Gründen des öffentlichen Wohls für das Feuerwehrhaus denkbar. Im Rahmen der Begründung ist eine Alternativenprüfung durchzuführen. Es ist darzulegen, ob bzw. aus welchen Gründen es keine anderen geeigneten Standorte für das Feuerwehrhaus gibt, die insbesondere außerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegen.
Das Sachgebiet Wasserrecht teilte mit, dass aus wasserrechtlicher Sicht keine Genehmigungspflicht vorliegt, da das Grundstück außerhalb jeglicher Schutzgebiete liegt.
Die Vertreter der Bauleitplanung teilten mit, dass ein Bebauungsplan aufzustellen ist. Hierbei ist das normale zweistufige Verfahren anzuwenden. Der Flächennutzungsplan ist im Parallelverfahren zu ändern. Weiterhin muss die naturschutzrechtliche Befreiung in Aussicht gestellt werden. Es kann sowohl ein Sondergebiet Feuerwehr als auch eine Gemeinbedarfsfläche ausgewählt werden. Die Durchführung eines Architektenwettbewerbs wurde angeregt.
Für das Grundstück „Am Bucher Weg“ spricht:
• Der Grunderwerb ist zu einem angemessenen Preis möglich.
• Die Einhaltung der Hilfsfrist bei An- und Abfahrt über die Wildenburg- und Forsthausenstraße ist gewährleistet.
• Sehr gute Erreichbarkeit nach Errichtung der Brücke, insbesondere aus einsatztaktischen Gründen.
• Der Bauhof bleibt am aktuellen Standort und kann den vorhandenen Gebäudebestand weiter nutzen.
• Die Bauleitplanung erscheint grundsätzlich möglich
• Es bestehen Erweiterungsmöglichkeiten
• Die Feuerwehr kann nach Fertigstellung ohne Zwischenlösung nahtlos umziehen.
Gegen den Standort spricht:
• Es ist Bauleitplanung erforderlich.
• Für eine noch bessere Erreichbarkeit müsste der im Bebauungsplan „Am Bucher Weg“ vorgesehene Brückenneubau durchgeführt werden.
Kommandant Frank Schäfer hat in der Sitzung des Feuerwehrhausausschusses die noch möglichen Standorte aus Sicht der Feuerwehr erläutert und ist dabei insbesondere auf die Hilfsfristen eingegangen. Er teilte mit, dass die Hilfsfrist am Handballplatz nicht eingehalten werden könne. Es könne kein Standort ausgesucht werden, an dem die Hilfsfrist nicht eingehalten wird, wenn ein Standort mit Einhaltung der Hilfsfrist vorhanden ist. Bei der Hilfsfrist sind auch die Ortsteile zu berücksichtigen. Die Hilfsfrist betrage 10 Minuten, sie beginne zu laufen, sobald die Leitstelle den Telefonhörer abnimmt. Das Hauptproblem am bisherigen Standort sehe er darin, dass keine Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden sind. Am Handballplatz dauere es viel zu lang, bis die Feuerwehr ausrücken kann. Die Feuerwehr könne sich deshalb nicht für diesen Standort aussprechen. Hauptkriterien für eine Standortauswahl der Feuerwehr sind die Einhaltung der Hilfsfrist, der Wohnort der Feuerwehrleute sowie der Arbeitsplatz der Feuerwehrleute. Aus Sicht der Feuerwehr seien beide noch verbliebene Standorte geeignet, wobei das Grundstück „Am Bucher Weg“ favorisiert wird.
Gemeinderat Joachim Kunz nahm Bezug auf die Vorberatungen im Feuerwehrhausauschuss, wonach drei mögliche Standorte übriggeblieben seien. Kommandant Frank Schäfer habe in diesem Zusammenhang ausführlich die Kriterien zur Hilfsfrist dargestellt, sodass nur noch zwei Standorte in Frage kommen. Für ihn sei der aktuelle Standort auch weggefallen, u.a. aus finanziellen Gründe und der Tatsache, dass sich im Gebäude auch der Bauhof befindet. Gemeinderat Joachim Kunz ging davon aus, dass ein Neubau am Bucher Weg kostengünstiger zu realisieren sei. Er sei mit diesem Standort nicht glücklich, aber es sei aktuell die beste Lösung. Laut Gemeinderat Heinz Herkert könne sich die Gemeinde glücklich schätzen, dass sich die Feuerwehr für den Standort am Bucher Weg ausgesprochen habe. Dieser Standort biete als einziger eine Erweiterungsmöglichkeit, was ihn zukunftsfähig mache. Dies sei für ihn das entscheidende Kriterium. Es sei zudem kein Gebäudeabbruch notwendig und der Bauhof bekomme mehr Platz. Der ins Auge gefasste Standort am Bucher Weg sei gut, und nach Errichtung der Brücke top. 3. Bürgermeisterin Monika Arnheiter tat sich mit der Entscheidung schwer, allerdings habe man am Bucher Weg mehr Fläche zur Verfügung. Für sie sei der Standort nur mit Brücke denkbar. Sie rechne mit negativen Reaktionen von Anwohnern, sprach sich jedoch für den Standort am Bucher Weg aus. Gemeinderat Rudi Frank sprach sich ebenfalls für den Standort am Bucher Weg aus. Er schlug vor, den Erdaushub, der bei Errichtung des Feuerwehrhauses anfällt für etwaige Auffüllungen im Rahmen des Brückenbaus zu verwenden. Der aktuelle Standort sei seiner Meinung nach nicht zukunftsfähig. Gemeinderätin Brigitte Krug befürchtete aufgrund potenzieller Lärmbelästigungen Probleme mit den Nachbarn. Das zweite Problem sei aus ihrer Sicht die Parksituation in der Forsthausenstraße. Die Einsatzfahrzeuge hätten es evtl. schwer, durch zu kommen, sodass ggf. Parkverbote ausgesprochen werden müssten. Gemeinderat Rudi Frank erwiderte, dass die Anwesen der Forsthausenstraße Stellplätze bzw. Garagen haben, die genutzt werden müssten. Gemeinderat Joachim Kunz fand es wichtig, dass die Brücke zeitnahe gebaut wird, um die Forsthausenstraße nicht über Gebühr zu belasten.
Der Gemeinderat Kirchzell legte als Standort für das neue Feuerwehrhaus Kirchzell einstimmig das Grundstück Fl.Nr. 2457/3, Gemarkung Kirchzell, im Anschluss an das Baugebiet „Am Bucher Weg“ fest.

Antrag der Fürstlich Leiningenschen Verwaltung auf Gewährung eines Zuschusses für ein Voruntersuchungs-/Sanierungskonzept für die Wildenburg
Seine Durchlaucht Andreas Fürst zu Leiningen hat von den 4 Mitgliedsgemeinden der Wildenburgkooperation die Gewährung eines Zuschusses in Höhe von je 3.000,00 € pro Mitgliedsgemeinde für ein Voruntersuchungs-/Sanierungskonzept für die Wildenburg beantragt. Aus diesem Grund fand am 15.07.2020 im Rathaus Mudau eine gemeinsame Besprechung der 4 Kooperationsgemeinden Gemeinde Mudau, Stadt Amorbach, Stadt Oberzent und Markt Kirchzell mit der Fürstlich Leiningenschen Verwaltung statt. Die 4 Kooperationsgemeinden haben am 24.07.2011 die Kooperationsvereinbarung mit dem Fürstenhaus zu Leiningen abgeschlossen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat mit Stellungnahme vom 20.12.2019 festgestellt, dass die Burgruine Wildenburg ein „Denkmal von nationaler Bedeutung“ darstellt. Bei „Baudenkmälern von nationaler Bedeutung“ bestehen bei Sanierungsmaßnahmen bayernweit, deutschlandweit und auch auf EU-Ebene beste Fördervoraussetzungen. Für ein derartiges nationales Förderprogramm ist eine Antragsstellung bis zum 31.10. des Vorjahres vorzunehmen. Dies bedeutet, dass für geplante Sanierungsmaßnahmen im Jahre 2021 der entsprechende Förderantrag bis 31.10.2020 gestellt sein muss. Bestandteil eines derartigen Förderantrages muss eine Voruntersuchung und Bestandserfassung der Burg sein. Die Fürstlich Leiningensche Verwaltung hat hier das Büro ALS Ingenieure aus Würzburg beauftragt.
Auf der Basis des Honorarangebots hat die Fürstlich Leiningenschen Verwaltung folgenden Finanzierungsplan für ein Voruntersuchungs- und Sanierungskonzept aufgestellt:
Eigenbeteiligung Eigentümer: 3.289,00 €
Kooperationsgemeinden (je 3.000,00 €) 12.000,00 €
Landkreis Miltenberg 2.000,00 €
Bezirk Unterfranken 4.463,00 € (bereits bewilligt
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege 8.000,00 € (Bewilligung zugesagt)
Bei der Besprechung haben sämtliche Vertreter der 4 Kooperationsgemeinden die geplante Sanierung der Burg begrüßt. Alle 4 Kommunen werden den Gremien eine Beteiligung an den Kosten für eine derartige Voruntersuchung empfehlen. Es wurde klargestellt, dass eine Zusage zur Beteiligung an dieser Voruntersuchung keine Beteiligung an möglichen Sanierungsarbeiten bedeutet. Die Vertreter der Fürstlich Leiningenschen Verwaltung brachten zum Ausdruck, dass hier die Zielsetzung ist, die Sanierung, soweit als möglich, über Fördermittel abzudecken.
Gemeinderat Joachim Kunz hält die Wildenburg für ein wichtiges Stück Kulturgut, das erhalten bleiben sollte. Aktuell sei die Wildenburg auch ein guter Anziehungspunkt. 2. Bürgermeisterin Susanne Wörner sprach sich für eine Zustimmung aus. Die Wildenburg sollte erhalten bleiben und nicht dem weiteren Verfall preisgegeben werden. Gemeinderat Rudi Frank erinnerte, dass Durchlaucht in der Vergangenheit auch der Gemeinde bei Bedarf entgegengekommen sei. Es sollte deshalb zugestimmt werden. Gemeinderat Peter Schwab sprach sich ebenfalls für die Gewährung des Zuschusses aus, zumal die Wildenburg auf Kirchzeller Gemeindegebiet stehe. Der Gemeinderat beschloss einen Zuschuss in Höhe von 3.000,00 € zum Voruntersuchungs- und Sanierungskonzept für die Wildenburg.

Kindergarten Kirchzell: Beförderung der Ortsteilkinder
Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 19.07.2019 die Beibehaltung der bisherigen Form der Beförderung der Ortsteilkinder für die Ortsteile Breitenbuch, Watterbach und Ottorfszell sowie den Einsatz eines Kleinbusses für die Ortsteile Buch und Preunschen beschlossen. Die Gemeinde bietet diese Beförderungsmöglichkeiten der Ortsteilkinder für das Kindergartenjahr 2020/2021 wieder an. Zwischen Busunternehmen, Kindergarten und Gemeinde wurde vorab vereinbart, dass Krippenkinder aus pädagogischen und organisatorischen Gründen erst ab einem Alter von 2 Jahren und 6 Monaten befördert werden können. Im Hinblick auf die Anmeldungen bleiben sowohl das Busangebot für die Ortsteile Breitenbuch, Watterbach und Ottorfszell (Hinfahrt Kleinbus, Rückfahrt ÖPNV mit Busbegleitung) sowie Preunschen und Buch (Hin- und Rückfahrt mit Kleinbussen) unverändert. Für die Linie Preunschen / Buch ist keine Busbegleitung erforderlich.

Ersatz von Teilnehmerbeiträgen und Mittagsbetreuung im Schuljahr 2020/2021
Der Markt Kirchzell hat von der Regierung von Unterfranken Fördermittel in Höhe von 1.600 € als Ersatz von Teilnehmerbeiträgen in den Monaten April, Mai und Juni für die geförderte verlängerte Mittagsbetreuung erhalten. Die Fördersumme von 1.600 € entspricht der Höhe nach den aufgrund des Betretungsverbots entfallenen Elternbeiträgen. Von der Erstattung ausgenommen sind jedoch Monate, in denen die Mittagsbetreuung teilweise oder in vollem Umfang in Anspruch genommen wurde sowie die Teilnahme im Rahmen der Notbetreuung.
Nach Eingang der Anmeldungen für die Mittagsbetreuung im Schuljahr 2020/2021 wurde aus organisatorischen und pädagogischen Gründen festgelegt, dass die verkürzte Mittagsbetreuung an allen 4 Tagen und die verlängerte Mittagsbetreuung lediglich montags und donnerstags angeboten wird. Abweichend zum Schuljahr 2019/2020 scheidet die Förderung der verlängerten Mittagsbetreuung (9.000 € / Jahr) aufgrund der zu geringen Anzahl an Anmeldungen aus. Die verkürzte Mittagsbetreuung wird voraussichtlich mit 3.000 € gefördert. Die Entscheidung über den Förderantrag steht noch aus.
Da zwei Mitarbeiterinnen das Mittagsbetreuungsteam zum bzw. im Laufe des neuen Schuljahres verlassen werden, wird die Gemeindeverwaltung eine Stelle ausschreiben. Die Arbeitszeit ist grundsätzlich dienstags und mittwochs, jeweils voraussichtlich von 11.30 bis 14.00 Uhr. Erwartet wird u.a. nachweisbare Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, wobei eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung wünschenswert wäre.

Beschaffung von Leih-Tablets im Rahmen des Sonderbudgets im DigitalPakt Schule für die Grundschule Kirchzell
Im Rahmen des kurzfristig aufgelegten „Sonderbudget Leihgeräte“ im DigitalPakt Schule hat der Markt Kirchzell bei einer 100%-Förderung 5 iPads zum Gesamtpreis von 3.184,20 € für die Grundschule Kirchzell beschafft. Die Tablets können Schülerinnen und Schülern, denen aufgrund unzureichender technischer Ausstattung der verlässliche Zugang zum Lernen mit digitalen Medien und Werkzeugen nicht möglich ist leihweise zur Verfügung gestellt werden. Der Förderbescheid der Regierung von Unterfranken liegt bereits vor.

Radweg Kirchzell-Amorbach
Am 22.07.2020 fand ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt Amorbach am Radweg statt. Es wurde vereinbart, dass bei geeigneten Wetterbedingungen (nicht in der Trockenphase) eine Instandsetzungsmaßnahme an dem Weg vorgenommen wird. Die beiden Kommunen werden hierbei auch den fachlichen Rat des Staatlichen Bauamtes einholen. Gemeinderat Heinz Herkert bedauerte, dass erst reagiert werde, nachdem es zu Personenschäden gekommen ist. Das eigentliche Problem sei die unzureichende Entwässerung des Radwegs. Diese Thematik müsste angegangen werden.

Verbesserung der Mobilfunkversorgung für Kirchzell und die Ortsteile
Für den Standort Preunschen/Ottorfszell wurde ein gemeindliches Grundstück in der Nähe des Friedhofs in Preunschen gefunden. Hier wird der Gemeinde in den nächsten Tagen ein Vertragsentwurf für die Anmietung vorgelegt.
Hinsichtlich des Standortes für Breitenbuch/Watterbach ist ein Termin für die exakte Festlegung des Standortes bisher noch nicht terminiert.

Erweiterung der Schule und Neubau einer Kinderkrippe
Das Krippengebäude ist nunmehr soweit fertiggestellt, dass der Umzug der bisherigen Krippengruppe in das Krippengebäude vorgenommen werden kann. Die bisherige Krippengruppe wird während der Ferien umgebaut, sodass dort die dritte Regelgruppe zum 1. September nach den Ferien einziehen kann. Hinsichtlich der Räume im Anbau des Schulgebäudes werden die Schulräume im Obergeschoss während der Schulferien fertiggestellt, sodass mit Beginn des neuen Schuljahres zum 07.09.2020 diese Räume benutzbar sind. Inwieweit die Räume im Erdgeschoss für die Mittagsbetreuung und die Jugendsozialarbeit zum Schuljahresbeginn fertiggestellt sind, kann momentan noch nicht gesagt werden. Die Arbeiten zur Herstellung der Außenflächen haben begonnen. Die Planungen für die Außenanlagen sind mit der Schul- und Kindergartenleitung abgestimmt worden. Seitens der Schulleitung sollen verschiedene Spielgeräte mit einem Kostenvolumen von ca. 5.000,00 € angeschafft werden. Das Freigelände des Kindergartens wird um das bestehende Wäldchen erweitert. Gemeinderat Joachim Kunz äußerte seinen Unmut über die negative Entscheidung der Polizei hinsichtlich des Verkehrsübungsplatzes, da dieser in einem ersten Gespräch zugesagt worden sei. Es entstehe nun jedoch eine schöne Freifläche. Bürgermeister Stefan Schwab bejahte auf Nachfrage von Gemeinderat Rudi Frank, dass sich das in die Freifläche zu integrierende Wäldchen und die Weitsprunganlage auf Gemeindegrund befinden.

Planungen des bischöflichen Ordinariates zur Bildung eines pastoralen Raumes
Im letzten Amtsblatt rufen die Vertreter der Pfarreiengemeinschaften Um den Gotthard im Odenwald und der Herz-Jesu Kirchzell zu einer Unterschriftenaktion gegen die vom bischöflichen Ordinariat geplante Neu- bzw. Umgestaltung der pastoralen Räume (Pfarreiengemeinschaften). Im Altlandkreis Miltenberg, das mit dem Dekanat Miltenberg identisch ist, bestehen zurzeit 7 Pfarreiengemeinschaften, die auf einen einzigen pastoralen Raum zusammengefasst werden sollen. Dieser Raum wird von den Pfarreiengemeinschaften als zu groß und unübersichtlich angesehen. Hiergegen wird zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Empfohlen wird statt der Bildung eines pastoralen Raumes die Schaffung von 2 oder evtl. 3 pastoralen Räumen, wobei bei 3 pastoralen Räumen die Pfarreiengemeinschaft Um den Gotthard im Odenwald, die Pfarreiengemeinschaft Herz Jesu Kirchzell und die Pfarreiengemeinschaft Großheubach einen pastoralen Raum bilden sollten. Seitens der politischen Kommunen wird diese Unterschriftenaktion durch ein gemeinsames Schreiben der Gemeinden an das Bischöfliche Ordinariat unterstützt.

Sitzungstermine 2020
Die ursprünglich für Donnerstag, 27.08.2020 angesetzte Gemeinderatssitzung wird auf Freitag, 28.08.2020 verlegt.