Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

03.05.2018

PressemitteilungAus der Gemeinderatssitzung am 13.04.2018


Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 13.04.2018

 

Feststellung der Bedarfsplanung für die Kindertagesstätte Abenteuerland

Aus den vorliegenden Geburtenzahlen und Anmeldungen für die Kindertagesstätte ergibt sich folgende Bedarfsplanung für die Regelgruppen und die Kinderkrippe:

Anmeldungen Regelgruppen ab 3 Jahre ab 2019/2020

(gestaffelt nach Einschulungsjahrgängen)

Einschulung 2019/2020

Einschulung 2020/2021

Einschulung 2021/2022

16

23

15

 

Gemeldete Kinder nach Schuljahrgängen (EWO)

2018/2019

2019/2020

2020/2021

2021/2022

2022/2023

2023/2024

20

22

23

15

19

15

 

Voraussichtliche Belegung Regelgruppen

2018/2019

Vorschulkinder

16

54

Einschulungsjahrgang 2020/2021

23

Einschulungsjahrgang 2021/2022

15

 

 

 

 

2019/2020

Vorschulkinder

23

57

Einschulungsjahrgang 2021/2022

15

Einschulungsjahrgang 2022/2023

19

 

 

 

 

2020/2021

Vorschulkinder

15

49

Einschulungsjahrgang 2022/2023

19

Einschulungsjahrgang 2023/2024

15

 

Anmeldungen Kinderkrippe 2015 - 2018

Kindergartenjahr

1 – 2 Jahre

Kinder (EWO)

Anmeldungen in %

 

2 - 3 Jahre

Kinder (EWO)

Anmeldungen in %

2015/2016

1

22

4,5

 

8

22

36,4

2016/2017

2

17

11,8

 

11

22

50,0

2017/2018

3

19

15,8

 

6

17

35,3

2018/2019

3

15

20,0

 

5

19

26,3

Durchschnitt

 

 

13,1

 

 

 

37,0

 

Angenommene Belegung Kinderkrippe nach 2019

Angenommene Zahl der Kinder (EWO)      pro Jahrgang                             18

Angenommene Buchung 1-2 Jahre          30% des Jahrgangs                       6

Angenommene Buchung 2-3 Jahre           60% des Jahrgangs                     11

Übernahme aus Vorjahr                                                                         6

Belegung Kinderkrippe                             pro Kindergartenjahr                    21

 

Aus dieser Bedarfsermittlung ergibt sich der Bedarf an drei Regelgruppen und zwei Krippengruppen. Diese Bedarfsermittlung ist mit der Kindergartenaufsicht des Jugendamtes im Landratsamt abgestimmt und die sich daraus ergebenden baulichen Veränderungen sind förderfähig.

In der Aussprache des Gemeinderates wird der Anstellungsschlüssel thematisiert. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass dieser Schlüssel gesetzlich mindestens 1 : 11 sein soll. In Kirchzell wird jedoch darauf geachtet, dass eine Erzieherin nicht mehr als 10 Kinder zu betreuen hat. Durch flexible Arbeitszeitverträge kann umgehend auf schwankende Kinderzahlen reagiert werden. Gemeinderätin Claudia Häufglöckner wünscht zu dieser umsichtigen Personalplanung auch Fortbildungsmaßnahmen der Mitarbeiterinnen zu berücksichtigen.

Der Gemeinderat stellt die vorgelegte Bedarfsermittlung für die Regelgruppen mit 55 Plätzen im Kindergartenjahr 2018/2019, 57 Plätzen im Kindergartenjahr 2019/2020 und 49 Plätzen im Kindergartenjahr 2020/2021 und damit drei Regelgruppen sowie 21 Plätzen in der Kinderkrippe ab dem Kindergartenjahr 2019/2020 und damit zwei Krippengruppen fest.

 

Beteiligungsbericht zur Wärmeversorgung Amorbach GmbH

Der Markt Kirchzell hat zur Information des Gemeinderates und der Öffentlichkeit jährlich einen Bericht über seine Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen. Die Bürgerinnen und Bürger sowie der Gemeinderat haben einen Anspruch auf die transparente Darstellung aller wirtschaftlichen Betätigungen ihrer Kommune. Der Markt Kirchzell ist weiterhin an einer Gesellschaft (mit beschränkter Haftung) beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb einer Nahwärmeversorgung unter Einsatz von Biomasse und anderen regenerativen Energien und die Versorgung des Stadtgebietes Amorbach mit Nahwärme, insbesondere der Schulen und Sportanlagen im Stadtgebiet einschließlich ihrer Nebenanlagen sowie die Vornahme aller Geschäfte, die damit im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.

Radverkehrskonzept für den Landkreis Miltenberg

Der Landkreis Miltenberg hat das Planungsbüro VIA eG, 50667 Köln, mit der Untersuchung des Radverkehrs im Landkreis Miltenberg und der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes beauftragt. In dem vorgelegten Konzept hat das Planungsbüro zum Raum Kirchzell folgende Aussagen getroffen:

„Von Amorbach nach Kirchzell existiert eine parallel zur St 2311 geführte Radverkehrsverbindung, welche aber auf ERA-Standard (= Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) ausgebaut werden muss. Auf Gemeindegebiet von Kirchzell führt diese Verbindung über Buch: Hier ist ein Stück straßenbegleitender Radweg und eine Querungshilfe neu gebaut worden, um den Radverkehr (und auch den Fußverkehr) zu sichern. Auch in Kirchzell selbst wird die Radroute parallel zur Ortsdurchfahrt in der Talaue geführt. Westlich von Kirchzell existiert ein Abschnitt, an dem eine Radverkehrsinfrastruktur fehlt: Für den Abschnitt zwischen Friedhofstraße und Campingplatz wird Radwegeneubau empfohlen. Ab Campingplatz bis Watterbach ist zu prüfen, ob mit wenig Aufwand die parallel vorhandene Führung alltagstauglich in Wert gesetzt werden kann. Ab Watterbach ist allerdings die Verbindungsbedeutung und die Topografie so, dass kein großes Radverkehrspotenzial zu erwarten ist, so dass hier nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 empfohlen wird, die schon zur Sicherung des Kfz-Verkehrs anzuraten ist. Auch die Verbindung über Ottorfszell nach Schloßau/Mudau hat nur eine geringe Verbindungsbedeutung und Kfz-Verkehrsbelastung, so dass auch hier die Geschwindigkeitsreduktion außerorts auf Tempo 70 vorgeschlagen wird. Von Ottorfszell fehlt allerdings der Anschluss an Kirchzell. Hier wird empfohlen, eine Verbindung zum neu zu bauenden Radweg entlang der MIL 7 herzustellen. Entlang der MIL 42 von Buch nach Mudau wird der Radverkehr parallel abgesetzt geführt. Diese Verbindung ist durchgängig gut zu befahren, sollte aber dem Radverkehr auf ganzer Länge vorbehalten bleiben. Die nicht FGSV-konforme (= Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) Fahrradwegweisung mit der Nennung „Richtung + Zielangabe“ kann entfallen, da die Richtung bereits durch den Pfeilwegweiser vorgegeben wird. Dies ist in dem Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung 20 für den Radverkehr so definiert und bei allen Fahrradwegweisern zu beachten. Zudem muss die Route als Plakette integriert werden.“

Im Protokoll über den Abstimmungstermin des Facharbeitskreises „Süd-Odenwald“ wird darüber hinaus festgestellt, dass der abgesetzt geführte Radweg zwischen Amorbach und Buch nicht die erforderlichen Breiten aufweise und nur wassergebunden ausgeführt sei. Da diese Route eine wichtige interkommunale Verbindung darstelle, sollte der Radweg auf Standardmaße ausgebaut werden. Auch sei im Zuge der Maßnahmenplanung durch das Planungsbüro zu prüfen, ob eine Asphaltdecke aufgrund der Bedeutung für den Alltagsverkehr zu realisieren ist.

Der Gemeinderat begrüßt das Radverkehrskonzept für den Landkreis Miltenberg und die damit verbundene Weiterentwicklung des Radwegenetzes. Auf der Grundlage des Konzeptes sind noch offene verkehrsrechtliche Fragen, Baulasten, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten zu klären und daraus eine Umsetzungsstrategie sowie ein Maßnahmenplan zu entwickeln, der auf eine mittel- bis langfristige Umsetzung in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren ausgerichtet ist. Diese vom Planungsbüro und Facharbeitskreis entwickelten Planungen können dann als Grundlage für weitergehende Entscheidungen des Marktes Kirchzell herangezogen werden.

 

Untersuchung des Trinkwassers auf Radioaktivität

Das Trinkwasser wurde chemisch auf Radon 222 untersucht. Nach dem Untersuchungsbefund vom 04.04.2018 sind alle Grenzwerte der nach der Trinkwasserverordnung zu untersuchenden Parameter eingehalten (3,5 Bq/l bei einem Grenzwert von 100).

 

Instandsetzung einer Stützmauer am Feuergässchen zwischen Hauptstraße und Oberer Geisberg

Gemeinderat Rudi Breunig erkundigte sich nach einer möglichen Beteiligung des Grundstücksnachbarn bei der Instandsetzung eines eingestürzten Mauerteilstückes im Feuergässchen zwischen Hauptstraße und Oberer Geisberg. Der Bürgermeister informierte, dass für die Beurteilung der Instandsetzungspflicht entscheidend sei, ob die Mauer ausschließlich der Sicherung des Weges diene und damit eine alleinige Unterhaltspflicht der Gemeinde bestehe. Dies sei hier der Fall.

Instandsetzung einer Treppe zu einem Gartengrundstück am Preunschener Weg
Gemeinderat Rudi Frank fragte nach, warum der gemeindliche Bauhof eine Treppe zu einem Gartengrundstück am Preunschener Weg instandgesetzt hat.

Der Bürgermeister klärte den Sachverhalt. Am Preunschener Weg hat der Markt Kirchzell neun Gartengrundstücke verpachtet. Der Zugang zu diesen Gartengrundstücken führt jeweils über den Graben, dann eine Böschung hoch zu den oben liegenden Gartengrundstücken. Der Graben und die Böschung werden von der Gemeinde sauber gehalten und gemulcht. An der genannten Treppe stand ein morscher großer Baum, der wegen der Verkehrssicherungspflicht am Preunschener Weg beseitigt werden musste. Bei der Fällung wurde der Wurzelstock angehoben und die Wurzeln drückten die Treppenstufen aus ihrem Lager. Dieser Schaden wurde anschließend wieder repariert.

 

Halten von Linienbussen außerhalb der eingerichteten Bushaltestellen

Gemeinderätin Monika Arnheiter fragte nach, warum des öfteren ÖPNV-Linienbusse abseits der eingerichteten Bushaltestellen an der Hauptstraße halten um Personen aussteigen zu lassen. Sie weist auf die Unzulässigkeit und die Gefährlichkeit für die Aussteigenden hin. Bürgermeister Schwab wird in den nächsten Tagen mit dem Busfahrer sprechen, damit wieder ausschließlich die beschilderten Haltestellen angefahren werden.

 

Halteverbot in der Gemeindestraße Oberer Geisberg

Gemeinderat Rudi Frank weist darauf hin, dass im Halteverbot im Oberen Geisberg zur Einfahrt in den Steinig häufig Pkw durch die Anwohner abgestellt werden. Der Bürgermeister erläutert, dass die kommunale Verkehrsüberwachung diesen Bereich im Rahmen der örtlichen Kontrollen überprüft und parkende Fahrzeuge verwarnt werden.