Bayerischer Untermain

Geo-Naturpark Bergstrasse-Odenwald

11.05.2021

PressemitteilungAus der Gemeinderatssitzung vom 07.05.2021


Bericht zu Anfragen aus dem Gemeinderat
Straßenbeleuchtung: Inspektion 2021 und LED-Umrüstung
Das Bayernwerk hat auf Nachfrage Folgendes mitgeteilt:

  • Eine Einzeldimmung der LED-Lampen ist technisch möglich, jedoch mit höherem finanziellen Aufwand verbunden. Das Bayernwerk empfiehlt, die Seitenstraßen bereits ab 22:00 Uhr dimmen zu lassen. Die Hauptstraße sollte jedoch erst später gedimmt werden. Dies ist ohne zusätzlichen Kostenaufwand möglich. 
  • Insektenfreundliches Licht ist möglich (3.000 Kelvin statt 4.000 Kelvin) 
  • Von der Installation von Bewegungsmeldern rät das Bayernwerk ab. Technisch ist dies machbar. In Wohngebieten sollte jedoch darauf verzichtet werden. In Gewerbegebieten mit anstehendem Schichtwechsel kann so etwas vorgenommen werden. 

Bürgermeister Stefan Schwab bejaht die Nachfrage von Gemeinderat Frederic Sennert, ob die Gemeinde Einfluss auf die Uhrzeiten habe, zu denen die Straßenlampen angehen.

Überholverbot am Parkplatz in der Nähe der Pulvermühle
Die einseitige Fahrbahnbegrenzung aus Richtung Amorbach kommend vor dem Parkplatz Pulvermühle wurde durch das Straßenbauamt markiert. Dadurch ist das Überholen für Kraftfahrer aus Richtung Amorbach kommend verboten.

Dorfladen: Vorstellung des Ergebnisses der Bürgerbefragung
Die Fragebogen-Umfrage lief bis zum 16.04.2021. Die Auswertung ist nun abgeschlossen. Es konnten 498 Teilnahmen verbucht werden. Beachtenswert ist der hohe Anteil an Online-Teilnahmen. Herr Volker Hahn stellte das Ergebnis der Bürgerbefragung vor. Das Ergebnis sei sehr gut und zufriedenstellend. Als nächster Schritt ist eine Sitzung des Arbeitskreises angedacht, in der das weitere Vorgehen erarbeitet wird. Danach wird das Ergebnis auf der gemeindlichen Homepage veröffentlicht. Über das weitere Vorgehen beschließt anschließend der Gemeinderat.

Haushaltsplan und Haushaltssatzung 2021
Bürgermeister Stefan Schwab hielt folgende Haushaltsrede:
„Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,
anhand dieses Satzes des Komikers Karl Valentin möchte ich meine Gedanken zum diesjährigen Haushalt und darüberhinausgehend zur Finanzsituation unserer Gemeinde darstellen.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
die Feststellung von Karl Valentin, dass „Prognosen schwierig sind, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“ betrifft vor allem die Beleuchtung der allgemeinen Finanzsituation unserer Gemeinde in den Zeiten der Corona-Pandemie. Für den Haushalt 2021 dagegen können wir, nachdem ja auch bereits ein Drittel des Haushaltsjahres verstrichen ist, von einigermaßen konkreten Zahlen ausgehen.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wenden wir uns zunächst dem Haushalt 2021 zu. Die Corona-Pandemie wirkt sich bei unserer größten Einnahmeposition, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer negativ aus. Gegenüber dem Ist-Ergebnis des Jahres 2020 mit 1.180.000 € können wir aufgrund der Meldung des Statistischen Landesamtes in diesem Jahr nur mit 1.120.000 €, also 60.000 € weniger rechnen.
Bei den Schlüsselzuweisungen, unserer zweitgrößten Einnahmeposition, müssen wir gegenüber dem letztjährigen Ergebnis von 960.000 € mit einer Einnahmeposition von 830.000 € einen Rückgang von 130.000 € konstatieren. Dies ist aber nicht auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, sondern ist bedingt durch das gute Jahresergebnis im Kalenderjahr 2019. Dies führte zu einer gestiegenen Finanzkraft unserer Gemeinde, was wiederrum 2 Jahre später zu einem Rückgang der Schlüsselzuweisungen führt. Beispielhaft möchte ich dies anhand der Gewerbesteuer darstellen. So hatten wir in 2019 515.000 € an Gewerbesteuereinnahmen. Heuer haben wir einen „normalen“ Ansatz bei den Gewerbesteuereinnahmen mit 260.000 € gebildet. Hier hoffen wir, nicht zuletzt aufgrund der jüngst veröffentlichen Wirtschaftsdaten der Bundesregierung darauf, dass bei diesem Einnahmeansatz noch „Luft nach oben besteht“. Dies sehen wir auch ähnlich beim Forsthaushalt. So ist der Ansatz für den Holzverkauf nach Abzug der Holzernte und Aufarbeitungskosten mit 117.000 € gebildet worden, nicht zuletzt aufgrund der schlechten Preissituation auf dem Holzmarkt im vergangenen Jahr. Zwischenzeitlich haben die Holzpreise aber erheblich angezogen und die Nachfrage auf dem Holzmarkt ist weiterhin sehr hoch.Die Bundeswaldprämie in Höhe von 122.000 €, die wir für die vorbildliche Bewirtschaftung des Gemeindewaldes erhalten haben bessert die Finanzsituation weiter auf. Die Ansätze bei der Grundsteuer A mit 31.000 € und der Grundsteuer B mit 200.000 € sowie den Abwassergebühren in Höhe von 240.000 € haben wir an den letztjährigen Ansätzen orientiert. Lediglich bei den Wassergebühren erhöht sich der Einnahmeansatz, bedingt durch die Gebührenerhöhung um ca. 50.000 € auf insgesamt 450.000 €.
Auf der Ausgabenseite müssen wir bei der Kreisumlage feststellen, dass aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre trotz einer Senkung der Kreisumlage um einen auf 39 Prozentpunkte unser Anteil in absoluten Zahlen von knapp 860.000 € um 80.000 € auf nunmehr 940.000 € ansteigen wird. Die Schulverbandsumlage an den Parzival-Mittelschulverband bleibt mit 95.000 € in etwa gleich. Hier wirkt sich positiv aus, dass wir auf die noch vorhandene Rücklage des Schulverbandes zurückgreifen können. Diese wird jedoch in diesem Jahr komplett aufgebraucht werden, sodass im nächsten Jahr mit einer starken Steigerung der Schulverbandsumlage zu rechnen ist.
Der größte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten, die heuer um gut 45.000 € auf 1,575.000 € ansteigen.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit einer Darlehensaufnahme von 1 Mio. € war zum Jahresende 2020 unser Gesamtschuldenstand auf 4.560.000 € angestiegen, was einer pro-Kopf-Verschuldung von 2.062 € entsprach.
Bei einer jährlichen Tilgungsleistung von ca. 250.000 € wird unser Gesamtschuldenstand am 31.12.2021 4.310.000 € betragen, was einer pro-Kopf-Verschuldung von 1.952 € entspricht.
Mit einer Tilgung von ca. 250.000 € und einer Zinsbelastung in Höhe von knapp 50.000 € haben wir einen jährlichen Schuldendienst von rund 300.000 € zu bewerkstelligen
Als Gradmesser für die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Gemeinde gilt jedoch nicht der Schuldenstand bzw. die pro-Kopf-Verschuldung, sondern die sogenannte freie Finanzspanne. Diese berechnet sich aus der Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt abzüglich der Tilgungen. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt ist mit gut 260.000 € kalkuliert worden. Bei dieser Kalkulation haben wir die Einnahmeansätze sehr zurückhaltend berechnet. Ich habe dies ja bereits bei der Gewerbesteuer und der Forstwirtschaft ausgeführt und dargelegt, dass wir hier höhere Einnahmen erwarten können. Bei Tilgungen in Höhe von knapp 250.000 € in 2021 beläuft sich somit die freie Finanzspanne rechnerisch im Moment auf 13.000 €. Hinzu kommt noch die sogenannte Investitionspauschale, die in diesem Jahr mit gut 130.000 € eingerechnet ist, sodass sich das sogenannte „bereinigte Ergebnis“ in 2021 auf gut 140.000 € belaufen wird.
Seitens der Verwaltung sehen wir, wie auch in den letzten Jahren, die wirtschaftliche Situation der Gemeinde als zwar angespannt, aber beherrsch- und vertretbar an.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wenn wir uns jetzt dem investiven Teil des Vermögenshaushaltes zuwenden, so tritt langsam aber sicher der Satz von Karl Valentin in den Mittelpunkt, nämlich, dass „Prognosen schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Dies betrifft zwar nicht die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 1.080.000 €, die wir als Ergebnis aus 2020 heuer verwenden können.
Als Prognose ansehen müssen wir dagegen schon die vom Staat zugesagten Zuschüsse für unsere in den letzten Jahren abgewickelten Bauprojekte. Hier gehen wir bei der Erweiterung des Schulgebäudes noch von ausstehenden Zuschüssen in Höhe von 390.000 € und für die Erweiterung der Kinderkrippe und dem Umbau des Kindergartens in Höhe von 440.000 € aus. Für die Neugestaltung der Ortsmitte mit Marktplatzhalle und Historischem Rathaus erwarten wir außerdem noch gut 70.000 € an staatlichen Zuwendungen. Insgesamt haben wir 900.000 € an Zuwendungen eingeplant.
Bei der Abrechnung der Ortsdurchfahrt sind für die Vermessung 70.000 € angefallen. Als Schlusszahlung an das Staatliche Bauamt für die Fahrbahn mussten von uns 270.000 € überwiesen werden. Im Gegenzug haben wir für den Grunderwerb und den Abriss der ehemaligen Gaststätte „Zum Weißen Ross“ 110.000 € vom Staatlichen Bauamt erhalten. Mit der Firma Konrad konnte trotz mehrmaliger Besprechungen noch keine endgültige Abrechnung vorgenommen werden. Für den Gehweg, die Neuverlegung der Wasserleitung und die Kanalsanierung rechnen wir noch mit einer Schlusszahlung in Höhe von rund 400.000 €.
Neben diesen baulich bereits abgeschlossenen Maßnahmen stehen in 2021 die Sanierung des Hochbehälters in Kirchzell sowie der Beginn der Erschließungsarbeiten im 2. Bauabschnitt des Baugebietes „Bucher Weg“ an. Erste Untersuchungen des Hochbehälters haben ergeben, dass die Wand mit einem PCB-haltigen Anstrich versehen ist, dessen Entfernung erhebliche Kosten verursachen wird. Hier rechnen wir mittlerweile mit einem Aufwand in Höhe von 400.000 €, wobei dem eine staatliche Förderung in Höhe von gut 250.000 € gegenübersteht. Für die Erschließung des 2. Bauabschnittes des Baugebietes „Am Bucher Weg“ sind heuer 500.000 € eingeplant. Im nächsten Jahr müssen wir nochmals rund 900.000 € für die Erschließung einstellen. Dies werden wir zum größten Teil über die geplante Zuführung an die allgemeine Rücklage Ende dieses Haushaltsjahres in Höhe von rund 717.000 € abdecken können. Auch dürften im Haushaltsjahr 2022 die ersten Bauplätze in dem 2. Abschnitt zum Verkauf anstehen und diese Einnahmen können auch für die Erschließung verwenden werden.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
„Prognosen sind schwierig besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“. Dieser Satz von Karl Valentin trifft insbesondere auf die drei weiteren Projekte zu, vor denen die Gemeinde steht. Dies sind der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, die Brücke unterhalb der Ortslage von Kirchzell und die Neuordnung der Gesamtentwässerungsanlage für Kirchzell. Diese drei Projekte hängen hinsichtlich des Zeitpunktes ihrer Verwirklichung von der gesamtwirtschaftlichen Situation und natürlich der finanziellen Lage der Gemeinde ab.
Es wird zu gegebener Zeit Aufgabe des Gemeinderates sein, über diese Vorhaben zu beraten und über eine Reihenfolge zu entscheiden.
Hinsichtlich der Neuordnung der Gesamtentwässerungsanlage besteht nach dem Kommunalabgabengesetz die Möglichkeit, dieses Projekt über Beiträge der Bürgerinnen und Bürger zu finanzieren.
Dies ist sowohl beim Feuerwehrgerätehaus als auch der Brücke nicht möglich. Diese müssen, abgesehen von Zuschüssen, aus Haushaltsmitteln finanziert werden.
Von der Vorgehensweise her ist vorgesehen die Planungen für die drei Projekte bis zur Genehmigungsreife voranzubringen, damit dann der Gemeinderat entsprechend der finanziellen Situation der Gemeinde über eine Rangfolge entscheiden kann.
Zu berücksichtigen ist dabei der Satz von Karl Valentin: „Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“.
Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte für die gute und zuverlässige Ausarbeitung des Haushaltsplanentwurfes unserem Kämmerer Siegfried Walz und unserem Geschäftsleiter Mario Schneider herzlich danken. Vielen Dank möchte ich auch Euch sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen für die gute offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Haushaltsberatung. Ich bitte euch jetzt, dem Haushalt 2021 in der vorgetragenen Form zuzustimmen.

Kämmerer Siegfried Walz stellte die wichtigsten Einnahmen- und Ausgabenansätze des Verwaltungs- und Vermögenshaushalt vor und merkte hierzu an, dass die Ansätze äußerst sparsam kalkuliert seien. Die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind:
Einnahmen:

  1. Staatliche Steuern, Zuweisungen und Zuschüsse 
  2. eigene Steuern, Abgaben, Gebühren, Beiträge und sonstigen Einnahmen 
  3. Erträge und Erlöse aus gemeindlichen Betrieben und Einrichtungen 

Ausgaben: 

  1. Abgaben, wie Kreisumlage, Gewerbesteuerumlage 
  2. Personalkosten 
  3. Sächliche Verwaltungs- und Betriebskosten 
  4. Zuschüsse und Zuweisungen zu gemeindlichen Einrichtungen 
  5. Schuldendienst (Darlehenszinsen) 
  6. Zuführung zum Vermögenshaushalt 

Auch bei den Einnahmen im Vermögenshaushalt wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Ausgabenpositionen sind neben mehreren Ausgaben für kleinere Investitionsmaßnahmen vorrangig durch die Investitionen für die Sanierung des Hochbehälters Kirchzell und die Erschließung des 2. Bauabschnitts im Baugebiet „Am Bucher Weg“ gekennzeichnet. Der Gesamthaushalt 2021 schließt ausgeglichen in Einnahmen und Ausgaben mit 9.145.965 € (Vorjahr: 8.783.767 €) ab.

Gemeinderätin Silvia Breunig fragte, wie sich der Ansatz „vermischte Ausgaben“ zusammensetze. 3. Bürgermeisterin Monika Arnheiter bedankte sich bei Kämmerer Siegfried Walz für den soliden Haushalt. Gemeinderat Joachim Kunz hielt den Haushalt für sehr ausgewogen. Die Gemeinde befinde sich in einem Übergangsjahr. Sparsamkeit und eine wohlüberlegte Haushaltsgestaltung sollten im Blick behalten werden, gerade im Hinblick auf die zukünftigen großen Bauprojekte. Kämmerer Siegfried Walz habe den Haushalt sehr vorausschauend erstellt, weshalb die CSU-Fraktion diesem zustimmen werde. Gemeinderat Rudi Frank hätte höhere Haushaltsansätze für den Brückenneubau am Bucher Weg und das neue Feuerwehrhaus begrüßt, bedankte sich jedoch für einen ausgewogenen Haushalt. Gemeinderat Rudi Frank kritisierte den ausführlichen Vorbericht im „Boten vom Untermain“ zum Haushalt, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschlossen war. Der Gemeinderat schloss sich dieser Kritik an. Bürgermeister Stefan Schwab erklärte, dass die Verwaltung ebenfalls nicht glücklich über diesen Vorbericht sei. Die Zeitungsredaktion habe jedoch darauf bestanden, da der Nachbericht sonst den Rahmen sprengen würde. 2. Bürgermeisterin Susanne Wörner merkte an, dass neben dem Vorbericht über den Kirchzeller Haushalt ein ähnlich ausführlicher Nachbericht über die Haushaltsberatungen in Dorfprozelten zu lesen war. Der Gemeinderat genehmigte den Haushalt mit allen seinen Anlagen in der eingebrachten Fassung und stimmte der Haushaltssatzung zu.

Genossenschaftsgründung als Träger hausärztlicher Versorgung im Rahmen des „Campus GO“
Die ambulante ärztliche Versorgung ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Gemeinden, v.a. in ländlichen Regionen. Daher bemühen sich zunehmend Kommunen um konstruktive Lösungen. Die Odenwald-Allianz arbeitet bereits seit dem Jahr 2015 an dieser Thematik und erarbeitete das Gesundheitskonzept „Campus GO – smarte Gesundheitsregion Bayerischer Odenwald“. Ziel des Konzeptes ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller in den Gesundheitsberufen Beschäftigten, die Minderung von deren Arbeitsbelastung, die Steigerung von Effizienz und die Sicherung der Qualität durch systematische und digital unterstützte Kooperationen, auch mit Pflegediensten und –heimen. Ergänzend zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sollen Leistungen aus dem Bereich der Prävention, der Sportmedizin und der Arbeitsmedizin angeboten werden, auch um die Attraktivität der entsprechenden Praxen zu fördern. Die ambulante ärztliche Versorgung wird sich in den nächsten Jahren spürbar verändern. Damit Kommunen eine patientenorientierte hausärztliche Versorgung sicherstellen können, müssen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. Genossenschaften sind eine innovative Form organisierter bürgerschaftlicher und unternehmerischer Selbsthilfe. Das Genossenschaftsmodell ist zwar primär für den hausärztlichen Bereich entwickelt worden, schließt jedoch die mögliche Beteiligung anderer Facharztgruppen ein. Die Kommunen der Odenwald-Allianz beteiligen sich als Mitglied mit einer Einlage (Geschäftsanteil) in Höhe von 1.000,00 EUR an der Genossenschaft. Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet den Gläubigern nur das Vermögen der Genossenschaft. Nachschusspflichten werden durch die Satzung der Genossenschaft ausgeschlossen. Über die Einlage hinausgehende Zahlungen bedürfen grundsätzlich weiterer Beschlüsse. Der Gemeinderat beschloss, dass der Markt Kirchzell Gründungsmitglied einer eingetragenen Genossenschaft mit einem Geschäftsanteil in Höhe von 1.000,00 EUR wird, deren vorrangiges satzungsgemäßes Ziel die Mitwirkung bei der Sicherung der hausärztlichen Versorgung im Bereich ihrer Mitglieder sein wird.

Antrag der Rotkreuz-Bereitschaft Kirchzell auf Gewährung eines gemeindlichen Zuschusses für Investitionsmaßnahmen
Der Gemeinderat bewilligte der Rotkreuz-Bereitschaft Kirchzell für die neue Heizungsanlage im Rotkreuzheim einen Zuschuss in Höhe von 3.450,00 € (= 5% der Investitionskosten) unter dem Vorbehalt, dass in 2021 ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Die tatsächlichen Kosten sind durch einen Verwendungsnachweis zu belegen.

Routinemäßige und mikrobiologische Untersuchung des Trinkwassers durch das Büro Dr. Nuss, Bad Kissingen
Das Institut Dr. Nuss hat am 06.04.2021 Proben des Reinwassers aus den Sammelmessstellen in Kirchzell entnommen und im Rahmen der routinemäßigen Untersuchungen chemisch und mikrobiologisch untersucht. Außerdem wurde im Rahmen der freiwilligen Überwachung eine Probe aus der Sammelmessstelle im Ortsnetz Buch mikrobiologisch untersucht. Nach den Untersuchungsbefunden vom 09.04. und 16.04.2021 sind bei beiden Proben die Grenzwerte der nach der Trinkwasserverordnung zu untersuchenden Parameter eingehalten.

Dienstbetrieb im Rathaus an den „Brückentagen“ 14.05.2021 und 04.06.2021
Das Rathaus Kirchzell ist an den „Brückentagen“ 14.05.2021 und 04.06.2021 nicht besetzt.

Aufstellen eines Sandsteintisches mit Sitzplätzen in der Wildenburg durch den Rotary Club Miltenberg
Der Rotary Club Miltenberg hat einen Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis gestellt, um in der Wildenburg einen Sandsteintisch mit Sitzgelegenheiten aufzustellen. Das Projekt ist als ein zentraler Aufenthalts-/Informations- und Anlaufpunkt im Burgzentrum in Form einer „Rittertafel“ gedacht. In die Tischoberfläche eingelassen befinden sich Vertiefungen, die Displayflächen mit kollagenhaften Illustrationen zu Themen der Burg aufnehmen werden. Um die Tafel befinden sich Sitzplätze aus hölzernen Quadern oder massiven Eichenholzblöcken. Gegen die Erteilung der denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis bestehen keine Bedenken.

Parkregelungen in der Ortsdurchfahrt und Parkzeitregelung der Marktplatzhalle
Der Verkehrsspiegel und die für die Kurzzeitparkplätze erforderlichen Verkehrszeichen sind bestellt; aktuell gibt es jedoch längere Lieferzeiten. Das Parkdeck auf dem Obergeschoss der Marktplatzhalle ist umgeschildet, sodass PKW hier ohne zeitliche Beschränkung parken können. Auch die Beschilderung im Untergeschoss wurde angepasst.

RiStWag-Ausbau und Sperrung der B 47
Der geplante RiStWag-Ausbau der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn soll in der Zeit vom 17.05.2021 bis 17.12.2021 durchgeführt werden. Hierzu wird die B 47 gesperrt. Die ausgeschilderte Umleitung erfolgt für beide Fahrtrichtungen über die L 3349, L 3318 Vielbrunn, Mil 6 Ohrnbachtal, Weckbach, und B 469 Weilbach. Die Erreichbarkeit von Boxbrunn ist aus Fahrtrichtung Michelstadt, Vielbrunn (Landesgrenze) jederzeit möglich. Für die Boxbrunner wird analog zur Sperrung im Rahmen der Sanierung der Ortsdurchfahrt eine separate Umleitung eingerichtet, die auch über Kirchzeller Gemeindegebiet verläuft.

Sitzungstermine 2021
Die für Freitag, 30.07.2012 geplante Gemeinderatssitzung wird auf Donnerstag, 29.07.2021 verschoben.

Corona-Schnelltests in der Grundschule
Gemeinderat Josef Schäfer teilte mit, dass die aktuellen Schnelltests (Nasenabstrich) für die Grundschüler sehr unangenehm seien. Es gebe auch bessere Tests mittels Zungenabstrich. Geschäftsleitender Beamter Mario Schneider wies darauf hin, dass die Tests über den Landkreis Miltenberg zur Verfügung gestellt werden und dass die Gemeinde somit keinen Einfluss auf die Beschaffung hat.

Öffentliches Bücherregal
Gemeinderat Josef Schäfer regte an, ein öffentliches Bücherregal an einem zentralen Ort aufzustellen. Vorstellbar sei beispielsweise die Marktplatzhalle. Bürgermeister Stefan Schwab erklärte, dass dies in der Vergangenheit schon mal thematisiert wurde und keine Konkurrenz zur Bibliothek im Pfarrheim geschaffen werden sollte.